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Digitalisierungsoffensive im Schneckentempo

15.02.2017 - GEW-Pressemitteilung

GEW: Informatikunterricht für alle weiterführenden Schularten einführen

(Zumeldung zur Pressemeldung des Staatsministeriums 19/17 – 15.02.17)

„Es ist beschämend für das Spitzentechnologieland Baden-Württemberg, dass die grün-schwarze Landesregierung es bei sprudelnden Steuereinnahmen nicht schafft, für alle weiterführende Schularten Informatikunterricht einzuführen. Selbst für die Informatikstunden werden keine zusätzlichen Stellen geschaffen, sondern die Einführung geht zu Lasten der Unterrichtsversorgung. Gerade während die größte Bildungsmesse der Welt bei uns zu Gast ist, gibt der Südwesten mit einer mutlosen Bildungspolitik ein schlechtes Bild ab“, sagte am Mittwoch (15.02.) in Stuttgart auf der Bildungsmesse didacta Doro Moritz, Landesvorsitzende GEW.

Die Landesregierung will im Landeshaushalt für 2017 Mittel für Lehrerfortbildung stark kürzen und Lehrerstellen streichen, den Schulen stehen 500 Stellen weniger zur Verfügung. „Wie soll Digitalisierung gelingen, wenn jetzt die Einführung des Informatikunterrichts nur häppchenweise kommt? Die Schülerzahlen bleiben stabil, Reformprojekte wie der Ganztagsschulausbau und Inklusion kommen nicht voran und der Landesregierung fällt nichts anderes ein als unsinnige Sparauflagen und Stellenstreichungen auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler sowie der überlasteten Lehrkräfte“, sagte Moritz.

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