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Arbeits- und GesundheitsschutzKultusministerium verspricht FFP2-Masken für Schulen noch im Dezember

Das Land hatte der GEW bereits im Juli zugesagt, dass FFP2-Masken für Lehrkräfte zur Verfügung gestellt werden. Jetzt ist es endlich soweit. Außerdem fordert die GEW mehr Personal, um die Lehrkräfte und Schulleitungen in Corona-Zeiten zu entlasten.

27.11.2020 - GEW-Pressemitteilung

Das Kultusministerium hat den Schulen mitgeteilt, dass sie bis 18. Dezember FFP2-Masken und bis 22. Januar 2021 OP-Masken erhalten werden.

„Danke Kultusministerium! Unsere Bestellung für Schutzmasken hat zwar über vier Monate gedauert, doch besser spät als nie. Nachdem die Landesregierung jetzt die Themen Masken und längere Weihnachtsferien bearbeitet hat, könnte sie sich darum kümmern, wie endlich mehr Personal an die Schulen kommt und vor allem die Schulleitungen entlastet werden. Wenn sie sich hier für eine Entscheidung auch wieder Monate Zeit lässt, wird in der zweiten Hälfte des Schuljahres weiterhin viel Unterricht ausfallen: Wegen Corona und Lehrkräftemangel“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Freiburg.

Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte der GEW im Juli 2020 zugesagt, dass FFP2-Masken für die Lehrkräfte, die diese wünschen, zur Verfügung gestellt werden. Nach den Sommerferien war dann davon keine Rede mehr.

Zur aktuellen Umfrage unter Rektor*innen und ihrer Belastung in Corona-Zeiten sagte Stein auf Twitter: „Seit fünf Monaten setzen wir uns bei der grün-schwarzen Landesregierung für zusätzliches Personal für die Schulen ein. Das würde viel mehr nützen als endlose Diskussionen um zwei zusätzliche Ferientage. Die Schulleitungen fühlen sich von der Regierung Kretschmann im Stich gelassen. Es ist absehbar, dass viele in diesem Dauerstress nicht das ganze Schuljahr durchhalten können. Warum werden nicht Lehramtsstudierende in Schularten mit Lehrkräftemangel verstärkt eingesetzt, warum gibt es kein Programm für Pädagogische Assistentinnen und Assistenten, warum werden jetzt nicht alle arbeitslosen Gymnasiallehrkräfte in die Klassenzimmer geholt?“