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Volkshochschule StuttgartDozentinnen und Dozenten wollen bezahlten Urlaub

Dozentinnen und Dozenten der Volkshochschule Stuttgart haben für ihr Recht auf bezahlten Urlaub protestiert. Baden-Württemberg müsse die Landesförderung der allgemeinen Weiterbildung erhöhen, findet GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

22.02.2019 - GEW-Pressemitteilung

Dozentinnen und Dozenten der Volkshochschule (VHS) Stuttgart haben für ihr Recht auf bezahlten Urlaub protestiert.

„Die VHS Stuttgart ist ein Beispiel von vielen, die kein Urlaubsentgelt zahlen. Seit 15 Monaten warten dort Dozentinnen und Dozenten darauf, dass ihre berechtigten Anträge bearbeitet werden. Die GEW macht sich für eine schnelle Prüfung des Rechtsanspruchs auf bezahlten Urlaub stark“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

An der VHS Stuttgart haben DaF-Lehrkräfte (Deutsch als Fremdsprache) im November 2017 Anträge auf bezahlten Erholungsurlaub gestellt. Dieses Recht besteht für Freiberufler/innen dann, wenn sie über 50 Prozent ihrer jährlichen Honorareinnahmen von einem Haupt-Auftraggeber bekommen. Die Volkshochschule hat die Anträge bis heute nicht abschließend bearbeitet. An der VHS Heidelberg wird für entsprechende Fälle Urlaubsentgelt gezahlt.

„Baden-Württemberg muss mehr Geld für die öffentlich finanzierte Weiterbildung ausgeben und die Landesförderung der allgemeinen Weiterbildung erhöhen. Eine bessere Finanzierung ist zugleich eine wesentliche Voraussetzung, um die Arbeitsbedingungen von Deutschlehrkräften zu verbessern. Die Volkshochschulen leisten einen entscheidenden Beitrag, die Demokratie zu stärken und Bildungsbarrieren abzubauen. Für die VHS sind die Dozentinnen und Dozenten ihr Aushängeschild. Die Anerkennung dieser guten und wichtigen Arbeit beginnt mit einer gerechten Bezahlung, dazu gehört bezahlter Urlaub“, so Moritz.

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