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Weitere Konzepte gefragtEndlich! FFP2-Masken für Grundschullehrkräfte

Die GEW begrüßt, dass sich Kultusministerin Susanne Eisenmann jetzt für FFP2-Masken für Grundschullehrkräfte einsetzt. Doch es braucht Konzepte für das ganze Schuljahr.

18.01.2021 - GEW-Pressemitteilung

Die GEW hat sich seit Monaten dafür stark gemacht, dass für alle Beschäftigte in Kitas und allen Schularten jederzeit zertifizierte Masken zur Verfügung stehen. In Freiburg will die GEW nicht warten, bis die Masken vom Sozialministerium verschickt werden und hat selbst 12.000 FFP2-Masken gekauft und an Grundschulen verteilt.

Konzepte für Fernunterricht, Wechselunterricht und das Lernen bis zum 28. Juli

„Über ein halbes Jahr hat das Kultusministerium den Lehrkräften an den Grundschulen Masken verweigert. Wir sind froh, dass sich unsere Hartnäckigkeit auszahlt und jetzt auch Grundschullehrkräfte FFP2-Masken erhalten sollen. Die Beschäftigten in der Notbetreuung brauchen den Schutz sofort. Wir erwarten, dass bis zu einem möglichen Start des Präsenzunterrichts im Februar alle Schutzmaßnahmen in Kitas und Schulen perfekt sind. Wir haben jetzt noch 24 Schulwochen in diesem Corona-Schuljahr vor uns und diskutieren immer noch über die ausreichende Ausstattung mit Mund-Nasenschutz. Selbstverständlichkeiten müssen von der Landesregierung endlich erledigt werden und die 4.500 Schulen brauchen aus dem Kultusministerium durchdachte Konzepte für Fernunterricht, Wechselunterricht und das Lernen bis zum 28. Juli. Wenn unsere Kinder und Jugendlichen dann in die Sommerferien starten, sollen sie sagen, wir haben so viel wie möglich gelernt“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende derGEW am Montag (18.01.) in Freiburg.

Kultusministerin Susanne Eisenmann hat in einem Brief an Sozialminister Manfred Lucha gefordert, bei der nächsten Verteilung von FFP2-Masken auch die Grundschulen zu berücksichtigen.

Die GEW weist auf die besondere Situation an den knapp 2.400 Grundschulen hin. „Die Grundschulen haben gerade viel zu regeln und tragen eine große Verantwortung. Gerade der Fernlernunterricht für die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Die Notbetreuung ähnelt an manchen Standorten fast einem Regelbetrieb und muss parallel zum Fernlernunterricht organisiert werden. Die Sorge um Kinder, die zudem nicht erreicht werden und Unterstützung benötigen, belastet die Lehrkräfte zusätzlich. Alle wünschen sich, wieder in den Kitas und den Klassenzimmern sein zu dürfen. Wenn das aber aufgrund der Infektionszahlen oder aufgrund der Gefahr durch neue Virusvarianten nicht möglich ist, hat Sicherheit Vorrang“, sagte Stein.

FFP2-Masken für Lehrkräfte, die diese verwenden wollen, hatte bereits im Juli 2020 Kultusministerin Susanne Eisenmann der GEW mündlich zugesagt und anschließend dieses Versprechen wieder zurückgezogen. Im Dezember wurden dann zwar Masken an die Schulen geschickt, allerdings nicht an die Grundschulen und die anderen Schulen erhielten zum Teil nicht zertifizierte Masken.