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ExzellenzstrategieExzellente Hochschulen mit miserablen Arbeitsbedingungen

Wenn die Politik exzellente Forschung wolle, dann müsse sie auch für exzellente Arbeitsbedingungen sorgen, findet GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz – und fordert eine bessere Finanzierung der Hochschulen.

19.07.2019 - GEW-Pressemitteilung

Heute wird die Entscheidung über die aktuelle Vergaberunde der Exzellenzstrategie gefällt. Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für eine „Entfristungsoffensive“ in Baden-Württemberg ein, denn „exzellente Forschung geht nicht mit miserablen Arbeitsbedingungen“.

Etwa 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen an den Universitäten sind befristet beschäftigt. „Wenn die Politik exzellente Forschung will, dann muss die Politik auch für exzellente Arbeitsbedingungen sorgen. Wir brauchen neben der Exzellenzstrategie ein Bund-Länder-Programm, das gezielt Anreize für eine nachhaltige Personalstruktur, verlässliche Karrierewege und stabile Beschäftigungsbedingungen setzt. Damit müssen zusätzliche Juniorprofessuren oder andere Postdoc-Stellen gefördert und auf Dauer weiter finanziert werden“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Die GEW setzt sich für eine bessere Finanzierung der Hochschulen ein. Eine Folge der Unterfinanzierung seien die dauerhaften Befristungen der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen unter prekären Arbeitsbedingungen. Viele Nachwuchswissenschaftler/innen arbeiten in prekären und befristeten Arbeitsverhältnissen, wie der Kodex-Check der GEW zeigt.

Rund 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen sind befristet

Befristungsanteil bei den wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen an den Universitäten, die um den Exzellenztitel konkurrieren:

  • Universität Konstanz: 95,48
  • Universität Stuttgart: 94,13
  • Universität Freiburg: 88,98
  • Universität Heidelberg: 87,78
  • KIT: 87,22
  • Universität Tübingen: 81,95
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