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ForschungExzellenzstrategie braucht exzellente Arbeitsbedingungen

Die GEW setzt sich im Rahmen der Exzellenzstrategie für bessere Arbeitsbedingungen an den baden-württembergischen Hochschulen ein – und schlägt ein Bund-Länder-Programm vor, um befristet Beschäftigte fest anzustellen.

09.10.2018 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich im Rahmen der Exzellenzstrategie für eine Entfristungsoffensive an den baden-württembergischen Hochschulen ein.

„Wenn die Politik exzellente Forschung will, dann muss sie auch für exzellente Arbeitsbedingungen sorgen. Wir brauchen neben der Exzellenzstrategie ein Bund-Länder-Programm, das gezielt Anreize für eine nachhaltige Personalstruktur, verlässliche Karrierewege und stabile Beschäftigungsbedingungen setzt.

Damit müssen zusätzliche Juniorprofessuren oder andere Postdoc-Stellen gefördert und auf Dauer weiter finanziert werden. Die hohe Befristungsquote bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine Hausaufgabe für eine grüne Wissenschaftsministerin“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

80 bis 95 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind befristet

Die Entscheidung über die Exzellenzcluster war eine wichtige Voraussetzung für eine Bewerbung als Exzellenzuniversität. Gleich sechs Landesuniversitäten mit 12 von 57 bewilligten Clustern sind noch im Rennen für die zweite Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“. Nur elf Unis bundesweit können diesen begehrten Titel erhalten.

Die Fördersumme pro Cluster bewegt sich zwischen drei und 10 Millionen Euro jährlich. Bei der neuen Exzellenzstrategie handelt es sich um ein auf Dauer angelegtes Programm. Bund und Länder stellen dafür jährlich insgesamt 533 Millionen Euro zu Verfügung.

Befristungsanteil bei den wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen an den Universitäten, die um den Exzellenztitel konkurrieren:

  • Universität Konstanz: 95,48 Prozent
  • Universität Stuttgart: 94,13 Prozent
  • Universität Freiburg: 88,98 Prozent
  • Universität Heidelberg: 87,78 Prozent
  • KIT: 87,22 Prozent
  • Universität Tübingen: 81,95 Prozent
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