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G8-Gymnasien weiter stärken

GEW: Rückkehr zu G9 schadet Gymnasien, Realschulen und Beruflichen Gymnasien

26.01.2016 - GEW-Pressemitteilung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW lobt das Konzept zur Qualitätsentwicklung an Gymnasien. „Grün-Rot hat bereits 2011 im Koalitionsvertrag festgehalten, die G8-Gymnasien stärken zu wollen. Das Konzept ist ein wichtiges Signal für die Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler an den knapp 400 Gymnasien in Baden-Württemberg. Die Investitionen für Vertiefungsstunden in Klasse 10 und Stunden für die Differenzierung sind ein erster Schritt“, sagte am Dienstag (26.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). In der GEW sind 6.000 Lehrer/innen an Gymnasien organisiert.

Die GEW nennt das Konzept ein gutes Beispiel dafür, dass Schulen nach ihrem Bedarf mit Stunden versorgt werden müssen. „Die derzeitige Debatte über die vermeintliche Bevorzugung von Gemeinschaftsschulen sind bildungspolitischer Unsinn. Natürlich braucht ein Gymnasium mit der Oberstufe auch entsprechend höhere Ressourcen und die erfreuliche Entwicklung der Unterrichtsversorgung der Beruflichen Schulen ist dafür ebenfalls ein gutes Beispiel“, sagte Moritz.

Die GEW erteilt der Rückkehr zu G9, wie es CDU und FDP fordern, eine klare Absage. „Ein vermeintlich leichteres Erreichen des Abiturs würde die Leistungsbandbreite am Gymnasium verstärken. Es würde außerdem die Realschulen, Gemeinschaftsschulen und beruflichen Gymnasien schwächen, weil es ihnen die starken Schülerinnen und Schüler wegnimmt. G8 und G9 gleichzeitig anzubieten, wäre eine bildungspolitische Sackgasse mit unüberschaubaren finanziellen Mehrbelastungen. Die Weiterentwicklung des G8 ist konsequent und die beste Unterstützung der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler“, sagte Moritz.

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