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Ganztagsschulen brauchen mehr

GEW: Schulleitungen besser ausstatten – Fachkräfte aus der Jugendhilfe

24.11.2016 - GEW-Pressemitteilung

(Zumeldung Ganztagsgipfel)

Stuttgart – „Ganztagsschulen brauchen eine bessere Ausstattung der Schulleitungen, mehr Lehrerstunden und Fachkräfte aus der Jugendhilfe. Es war beeindruckend, wie einig sich die pädagogischen Profis heute beim Ganztagsgipfel waren. Damit die Qualität verbessert sowie Schülerinnen und Schüler besser gefördert werden können, muss die Landesregierung die Ganztagsschulen entsprechend unterstützen“, sagte am Donnerstag (24.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW nennt den Ausbau der Ganztagsgrundschulen einen wichtigen Schritt. Die Bildungsgewerkschaft macht sich für Nachbesserungen am vorhandenen Ganztagsschulkonzept stark und will, dass in Zukunft auch Realschulen und Gymnasien die Möglichkeit erhalten, Ganztagsschule zu werden.

„Gute und von den Eltern akzeptierte Ganztagsschulen entstehen nur, wenn sie zum Lebensraum werden und sich in einem rhythmisierten Schulalltag Unterricht, individuelle Förderung und Zeit zur freien Gestaltung sinnvoll abwechseln. Das wird nur möglich sein, wenn es weiter zusätzliche Mittel für die wichtige Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern gibt“, sagte Moritz.

Die GEW macht sich für eine bessere Ausstattung der Schulleiter/innen stark. „Schulleitungen bekommen an Ganztagsschulen nur eine Stunde Anrechnung zusätzlich für ein sehr zeitintensives Tätigkeitsfeld, das eine durchgehende Präsenz und aufwändige Planungen und Personalverantwortung erfordert“, sagte Moritz.

Die GEW hält aus pädagogischen Gründen nur Ganztagschulen für sinnvoll, in denen alle Kinder einer Klasse vom Ganztagsangebot profitieren. „So ist die wichtige Rhythmisierung und eine Qualitätssteigerung möglich. Dabei dürfen Lernen und außerschulische Bildungsangebote kein Gegensatz sein, sie müssen sich ergänzen“ sagte Moritz.

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