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CoronaGEW begrüßt Pandemiezulage für Integrations- und Berufssprachkurse

Es liege in der Verantwortung der Träger, dass die Zulage nun auch bei den freien Lehrkräften ankomme, sagt GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz. Für die Zukunft fordert die GEW feste tariflich geregelte Arbeitsverhältnisse.

30.07.2020 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Pandemiezulage für Integrations- und Berufssprachkurse und fordert die Träger dazu auf, die Zulage an die freien Lehrkräfte auszuzahlen.

„Es liegt in der Verantwortung des Trägers, beispielsweise der Volkshochschulen, diese Mehraufwände bei der Vergütung der Lehrkräfte angemessen zu berücksichtigen. Diese Zulage muss nun auch bei den Lehrkräften ankommen“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Die Träger von Integrations- und Berufssprachkursen in Baden-Württemberg erhalten unter bestimmten Voraussetzungen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Pandemiezulage. Sie soll die zusätzlichen Kosten kompensieren, die durch höheren Infektionsschutz entstehen. Seit Mitte Mai starten die Integrations- und Berufssprachkurse wieder, aber mit hohem Infektionsschutz: geteilte Gruppen, Mindestabstände und Hygienemaßnahmen. Für jeden zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2020 neu beginnenden Kursabschnitt erhalten demnach die Kursträger die Pandemie-Zulage in Höhe von 1.500 Euro, sofern die Kurse nach fünf Modellen organisiert werden. Die Modelle variieren von Präsenzunterricht in ausreichend großen Räumlichkeiten, über Unterricht mit Livestream-Übertragung in einen zweiten Kursraum, komplett virtuelle Klassenzimmer, bis zum Präsenzunterricht mit einer Lehrkraft, die zwischen zwei Kursräumen hin und her wechselt.

Erneut zeige die Corona-Pandemie wie unter einem Brennglas, wie problembehaftet die Steuerung der Integrations- und Berufssprachkurse und die daraus resultierenden Beschäftigungsbedingungen der Lehrkräfte sind. „Es gilt, zeitnah die Träger in die Lage zu versetzen und zu verpflichten, feste tariflich geregelte Arbeitsverhältnisse für ihre Lehrkräfte zu schaffen“, sagte Moritz.