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Michelberg-Gymnasium in Geislingen muss bleibenMindestens vier Milliarden Euro Sanierungsstau an Schulen im Land

Die GEW hat sich in einem Schreiben an Kultusministerin Susanne Eisenmann für den Erhalt des Michelberg-Gymnasiums in Geislingen stark gemacht.

11.02.2020 - GEW-Pressemitteilung

„Wir solidarisieren uns mit den Lehrkräften, der Schulleitung, den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern und erwarten eine schnelle Lösung. Es ist überhaupt keine Option, dass Schüler ihre gewählten und gewünschten Profile aufgeben, Lehrerwechsel und weitere Fahrwege auf sich nehmen und ihre Klassengemeinschaften verlieren müssen. Es kann nicht sein, dass im reichen Bundesland Baden-Württemberg gute Bedingungen für das Abitur davon abhängen, ob die Kommune das Geld für die Sanierung bzw. für eine Übergangslösung und den Neubau einer Schule hat. Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass eine Schule mit 600 Schülerinnen und Schülern während des vollen Betriebes geschlossen werden soll“, sagte am Dienstag (11.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

In den Schreiben an die Kultusministerin und das Regierungspräsidium appelliert die GEW an das Land Baden-Württemberg und die Kommunen, eine Lösung für den uneingeschränkten Fortbestand des Michelberg-Gymnasiums zu finden.

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich bundesweit für mehr Investitionen ein und kritisiert den Sanierungsstau an den Schulen. „Bildung wird kaputtgespart. Die Schuldenbremse wird in Grundgesetz und Landesverfassung verankert mit der Begründung, dass man für künftige Generationen Vorsorge treffen müsse. Für die Geislinger Gymnasiasten muss das zynisch klingen. Die künftige Generation braucht jetzt gute Bedingungen für ihre Schullaufbahn“, sagte Moritz.

Der Städtetag hat in Baden-Württemberg schon vor vier Jahren einen Investitionsstau bei Schulgebäuden von 3 bis 4 Milliarden Euro errechnet. Die GEW sieht hier sowohl Bund, Länder als auch die Kommunen in der Pflicht.

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