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GEW: CDU-Bildungspolitik nicht zukunftsfähig

GEW: Neue Landesregierung muss Reformen fortsetzen

05.03.2016 - GEW-Pressemitteilung

Sindelfingen – Die Bildungsgewerkschaft GEW bezeichnet die CDU-Konzepte für die Bildungspolitik als „nicht zukunftsfähig“. „Die Umsetzung der CDU-Pläne wäre ein Rückschritt für die 4.500 Schulen im Land. CDU und FDP sind für den bestehenden Reformstau bis zum Jahr 2011 verantwortlich. Im Falle einer Regierungsbeteiligung ist die CDU in der Verantwortung, die begonnenen Projekte wie Inklusion, Ganztagsschulausbau und den Ausbau der Gemeinschaftsschulen fortzusetzen und dafür die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Rad darf nicht auf die Zeit vor 2011 zurück gedreht werden“, sagte am Samstag (05.03.) in der Stadthalle Sindelfingen Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf versprach vor den 360 Delegierten der größten bildungspolitischen Interessenvertretung verlässliche Rahmenbedingungen für die Schulen. „Für mich geht Qualität vor Struktur. Schulen brauchen Ruhe, um sich entwickeln zu können“, sagte Wolf. Wolfs Vorschläge zur Veränderung des pädagogischen Konzepts bei den Gemeinschafts- und Realschulen stießen in Sindelfingen bei den Lehrer/innen aus allen Schularten auf Ablehnung. Anerkennung fand das Versprechen, die Kürzung der Eingangsbesoldung für Lehrkräfte beim Berufseinstieg rückgängig zu machen und künftig die befristet Beschäftigten in den Sommerferien zu bezahlen.

„Unter der CDU-Regierung haben wir den Spitzenplatz bei der Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft erreicht. Dahin wollen wir nicht zurück“, sagte Moritz.

Die neu gewählte GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz hat Kultusminister Andreas Stoch (SPD) eine gute Note gegeben. „Ich habe seit 2008 vier Kultusminister erlebt. Andreas Stoch ist der erste, der mutig alle wichtigen Reformen in den Schulen angepackt hat. Er hat mit der GEW erreicht, dass die Streichung von Lehrerstellen rückgängig gemacht wurde. Wenn ich Noten zu vergeben hätte, würde ich ihm mindestens eine 2-3 geben, weil er in der kurzen Zeit die notwendigen Reformen auf den Weg gebracht hat und die Arbeitsbedingungen in den Schulen im Blick hat. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Freitag bei der GEW gesprochen.

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