GEW Baden-Württemberg
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GEW-Landesvorsitzende vor der Hauptstadtpresse: Bildung. Weiter denken!

Bundesweite GEW-Initiative für bessere Bildung startet

22.09.2016

Stuttgart – Die baden-württembergische GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz hat heute vor der Hauptstadtpresse in Berlin den Startschuss für die bundesweite Initiative „Bildung. Weiter denken“ gegeben. Gemeinsam mit der GEW-Bundesvorsitzenden Marlis Tepe machte sich Moritz im Namen der 16 GEW-Landesvorsitzenden für eine Offensive für den Ausbau des gesamten Bildungswesens stark.

„Ein Blick in die Kitas, die Klassenzimmer und Hörsäle zeigt: Mehr Investitionen in Bildung sind überfällig. Es ist unglaubwürdig und nicht zukunftsorientiert, wenn Landesregierungen und die Bundesregierung nur die Schuldenbremse und die Haushaltskonsolidierung im Kopf haben und Qualitätsentwicklung in Bildungseinrichtungen und die Wertschätzung für die pädagogischen Profis nur Lippenbekenntnisse bleiben. Gute Bildung ist teuer - schlechte Bildung ist so teuer, dass unser Land sie sich nicht leisten kann. Deshalb startet die GEW die bundesweite Initiative ‚Bildung. Weiter denken‘", sagte am Donnerstag (22.09.) vor der Presse in Berlin Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Südwesten.

Die Bildungsgewerkschaft GEW startet die Initiative auch mit Blick auf die Bundestagswahl 2017. Gemeinsam mit Bündnispartnern wird die GEW in allen 16 Bundesländern die Bedingungen für gute Bildung von der Kita bis zur Volkshochschule deutlich machen und für mehr Zeit und mehr Geld für gutes Lernen und gute Bildung werben. Die GEW hat bundesweit 270.000 Mitglieder. Der GEW-Landesverband im Südwesten ist mit 50.000 Mitgliedern der größte in Deutschland.

In Baden-Württemberg erwartet die GEW, dass die Landesregierung mindestens auf die geplante Streichung der 1.733 Lehrerstellen bis 2020 verzichtet. „Wer Bildung gestalten will, kann nicht auf Kosten der Schüler/innen und Lehrkräfte sparen. Wer Unterrichtsqualität verbessern will, muss zuerst dafür sorgen, dass er stattfindet“, sagte Moritz.

Für Kitas will die GEW unter anderem mehr Zeit für die Leitungen. 20 Prozent der Kitas, so Moritz, hätten keine Zeitkontingente für Leitungsarbeit. Deshalb verlange die GEW je Kita-Gruppe 25 Prozent Freistellung für Leitungstätigkeiten. „Allein dafür sind in den Kitas 2.000 zusätzlichen Stellen notwendig“, sagte die GEW-Landesvorsitzende.

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