GEW Baden-Württemberg
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GEW-Vertrauensleute-Konferenz in Karlsruhe

11.12.2017 - GEW-Pressemitteilung

Schulen fühlen sich im Stich gelassen

GEW: Grün-schwarze Bildungspolitik gibt schlechtes Bild ab

Vertrauensleute und Personalräte aus allen Schularten Baden-Württembergs erwarten mehr Unterstützung durch die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg.

„Die Lehrerinnen und Lehrer in den Klassenzimmern fühlen sich im Stich gelassen. Während die Steuereinnahmen wie nie zuvor sprudeln, ist zwei Monate nach Schulbeginn noch nicht einmal überall der Pflichtunterricht gesichert, die Vertretungsreserve geht zur Neige und Reformprojekte wie der Ganztagsschulausbau, Inklusion und Ethikunterricht kommen nicht voran“, sagte am Montag (11.12.) in Karlsruhe Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), auf einer landesweiten Vertrauensleute- und Personalrätekonferenz.

Bei der Konferenz mit Lehrer/innen aus allen Schularten wurde deutlich, wie schlecht die Unterrichtsversorgung an vielen Schulen ist und dass gleichzeitig die Aufgaben für die pädagogischen Profis gestiegen sind. „Gute Schule ist derzeit nur mit viel Mehrarbeit möglich. Wer gestalten will, kann nicht auf Kosten der Schüler und Lehrkräfte sparen. Wer Unterrichtsqualität verbessern will, muss zuerst dafür sorgen, dass der Unterricht stattfindet“ sagte Moritz.

Die Teilnehmer der Konferenz erwarten mehr Investitionen in Schule und gute Arbeitsbedingungen, auch um den Lehrerberuf für den Nachwuchs attraktiv zu machen. „Es muss Schluss damit sein, dass die Schuldenbremse von der Politik wichtiger genommen wird als die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler – die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft“, verlangten die Personalräte und Vertrauensleute in einer gemeinsamen Erklärung.

 

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