GEW Baden-Württemberg
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Gute Signale für die Bildung!

GEW: Auf den Anfang kommt es an – Flüchtlinge willkommen heißen

09.12.2015 - Pressemitteilung

Zumeldung Landtagsdebatte Nachtragshaushalt, 09.12.15

Stuttgart – „Der Landtag hat erkannt, dass große Anstrengungen notwendig sind, um die Flüchtlinge menschenwürdig aufnehmen zu können, die wichtigen Reformen gut umzusetzen und die Unterrichtsversorgung zu sichern. Die zusätzlichen Stellen für die Grundschulen sind zudem ein Signal für die nächste Wahlperiode: ‚Auf den Anfang kommt es an‘ ist ein zentraler Auftrag für die Bildungspolitik in Baden-Württemberg“, sagte am Mittwoch (09.12.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Debatte über den zweiten Nachtragshaushalt im Landtag Baden-Württemberg.

Die GEW begrüßt mehr Investitionen für die Grundschulen. „Wir können uns die Köpfe heiß reden über Schulreformen und Chancengleichheit, wenn wir nicht an den Wurzeln anfangen. Eine bessere Ausstattung der Schulleitungen mit Leitungsstunden, die Erweiterung der Kontingentstundentafel und eine Erhöhung der Vertretungsreserve sind überfällig“, sagte Moritz.

Die GEW macht sich dafür stark, Flüchtlinge an den Schulen willkommen zu heißen und allen Schulen schnell die notwendige Unterstützung zu geben. „Die GEW begrüßt die zusätzlichen Lehrerstellen, die im Nachtragshaushalt beschlossen wurden. Diese Stellen werden aber nicht ausreichen. An den Schulen fehlt es auch an geeigneten Unterrichtsmaterialien und Fortbildungsmöglichkeiten. Die Unterstützung von Dolmetschern, Schulsozialarbeitern und Psychologen wird benötigt“, sagte Moritz.

Deutschunterricht mit Flüchtlingskindern erfordert speziell geschulte Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache (DaF) bzw. Deutsch als Zweitsprache (DaZ). „Lehrkräfte mit dieser Spezialisierung fehlen, die Mittel für diese Qualifizierung wurden vor einigen Jahren gekürzt“, sagte Moritz. Die GEW setzt sich dafür ein, dass die Ausbildung und Fortbildung in diesem Bereich ausgebaut werden.

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