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Gruppen-VersetzungsanträgeHälfte der Lehrkräfte will die Schule verlassen

An drei Stuttgarter Werkrealschulen hat heute die Hälfte des Lehrerkollegiums aufgrund der schlechteren Bezahlung die Versetzung beantragt. Das Land verweigert ihnen die Teilnahme an einem Qualifizierungsprogramm und somit auch A 13.

07.01.2019

An drei Stuttgarter Werkrealschulen hat heute die Hälfte des Lehrerkollegiums aufgrund der schlechteren Bezahlung die Versetzung beantragt. Die Bildungsgewerkschaft GEW rechnet landesweit mit weiteren Anträgen.

„Die Landesregierung hat etwa 2.500 Hauptschullehrkräfte im ganzen Land aufs Abstellgleis geschoben. Sie verdienen etwa 500 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen mit gleicher Ausbildung“, sagte am Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Die GEW-Chefin begleitete an der Werkrealschule in Stuttgart-Ostheim die öffentliche Übergabe der Versetzungsanträge an die Schulleitung.

An der Bismarckschule in Stuttgart-Feuerbach war der Bezirksvorsitzende der GEW Nordwürttemberg, Martin Hettler, bei der Übergabe der Versetzungsanträge dabei. An der Uhlandschule in Stuttgart stellte die Hälfte der betroffenen Lehrkräfte einen Versetzungsantrag.

Hauptschullehrkräften an Haupt- und Werkrealschulen wird von der grün-schwarzen Landesregierung die Teilnahme an einem Qualifizierungsprogramm und der damit verbundenen Aufstiegsmöglichkeit in die Besoldungsstufe A 13 verweigert.

„Alle Hauptschullehrkräfte, die an Gemeinschaftsschulen, an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren oder Realschulen arbeiten oder dorthin wechseln, können sich weiterqualifizieren. Neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer erhalten sofort A 13 und verdienen pro Monat 400 bis 500 Euro mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil 30 bis 40 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Wir erwarten, dass die Landesregierung diese massive Benachteiligung sofort beendet“, so Moritz.

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