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Warnstreiks in SüdbadenInternate schalten auf Notbetrieb

Mehr als 900 Landesbeschäftigte haben unter anderem in Freiburg für bessere Gehälter gestreikt. Unter ihnen waren zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher an Heimsonderschulen mit Internaten. Die Einrichtungen konnten nur im Notbetrieb weiterlaufen.

21.02.2019 - GEW-Pressemitteilung

In Südbaden haben sich heute über 900 Beschäftigte aus allen Landeseinrichtungen an dem von ver.di, GEW und IGBAU ausgerufenen Warnstreik beteiligt. An den Schulen streiken etwa hundert angestellte Lehrer/innen und andere pädagogische Mitarbeiter/innen. An den Heimsonderschulen mit Internaten in Emmendingen-Wasser, Waldkirch und Stegen legten über 120 Kolleg/innen ihre Arbeit nieder. Die Einrichtungen konnten nur im Notbetrieb betrieben werden. An der Kundgebung in Freiburg nahmen 600 Personen teil.

„Der Handlungsbedarf im Landesdienst ist enorm. Das sehen wir an den Schulen, an denen die angestellten Lehrerinnen und Lehrer endlich bessere Gehälter verdient haben und die hohe Zahl befristeter Arbeitsverträge verringert werden muss. Das sehen wir aber auch an der Situation der Erzieherinnen und Erzieher in den Heimsonderschulen, die weit weniger verdienen als ihre Kolleginnen und Kollegen bei den Kommunen. Die Kolleginnen und Kollegen verlangen in Potsdam einen guten Abschluss, der ihnen gerecht wird“, sagte Klaus Willmann, Bezirksgeschäftsführer der GEW Südbaden, in Freiburg.

Bis zur dritten Verhandlungsrunde in Potsdam am 28. Februar und 1. März wird die Streikwelle weiter durch Baden-Württemberg rollen. Am Montag, 25. Februar ruft die GEW ihre angestellten (tarifbeschäftigten) Mitglieder in Württemberg zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Die GEW-Mitglieder werden an der zentralen Kundgebung von ver.di in Stuttgart teilnehmen. Am Dienstag, 26. Februar ruft die GEW gemeinsam mit ver.di in Nordbaden zu Warnstreiks auf.

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