Sie sind hier:

Keine Abschiebung während der Ausbildung

13.06.2017 - GEW-Pressemitteilung

GEW begrüßt Ausbildungsduldung für einjährige Berufsfachschule

Stuttgart – Die GEW begrüßt die Entscheidung, dass von jetzt an Ausländer/innen für eine Ausbildung, die im ersten Jahr an einer Berufsfachschule und in den weiteren Jahren im Ausbildungsbetrieb stattfindet, eine Ausbildungsduldung erhalten können. „Damit schafft die grün-schwarze Landesregierung eine größere Rechtssicherheit für junge Flüchtlinge, die sich im Übergang von der Schule in den Beruf befinden“, erklärt GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz am Dienstag (13.06.) in Stuttgart. „Geflüchtete und Ausbildungsbetriebe brauchen die Sicherheit, dass die Ausbildung auch abgeschlossen werden kann, dies muss auch die einjährige Berufsfachschule mit einschließen“, erklärte Moritz weiter.

Besuchen junge Asylsuchende eine einjährige Berufsfachschule und haben für die Zeit danach einen Ausbildungsvertrag in Aussicht werden sie in Baden-Württemberg künftig geduldet und können zunächst nicht abgeschoben werden. Dies teilte das Innenministerium durch einen Erlass den Ausländerbehörden mit.

Die sogenannte Ausbildungsduldung, auch 3+2 Regel genannt, sieht vor, dass Flüchtlinge geduldet werden können, solange sie sich in einer Berufsausbildung befinden. Die einjährige Berufsfachschule war davon aber bislang nicht erfasst. Die Duldung wird für sechs Monate verlängert, wenn die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde und der/die Geduldete auf der Suche nach einer Arbeitsstelle ist.

Zurück