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Kopftuch in Schule und Kita: Politik ist gefragt

Die Bildungsgewerkschaft GEW nennt den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchverbot in Schulen konsequent und einen Auftrag für die Politik auch in Baden-Württemberg.

13.03.2015

13. März 2015: Kopftuch in Schule und Kita: Politik ist gefragt

(Zumeldung Kopftuchurteil, 13.03.15)

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW nennt den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchverbot in Schulen konsequent und einen Auftrag für die Politik auch in Baden-Württemberg. „Die unterschiedlichen Urteile von 2003 bis jetzt zeigen, wie schwer sich auch die höchsten Gerichte mit der Frage tun. Die mit dem Kopftuchstreit verbundenen Fragen sind nicht in erster Linie juristisch zu lösen, sondern berühren gesellschaftliche Grundfragen wie Toleranz, Religionsfreiheit sowie die Trennung von Staat bzw. Schule und Religion. Die Politik auch hier im Land ist gefordert, sich diesen Fragen zu stellen und Lösungswege zu suchen“, sagte am Freitag (13.03.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg.

Die GEW warnt davor, den so genannten „Kopftuchstreit“ isoliert zu führen. „Der Streit um das Kopftuch ist auch eine Folge der Integrationspolitik in unserem Land, die lange Jahre diesen Namen nicht verdient hatte. So lange in unseren Kitas und Schulen Kinder und Jugendliche mit einem Migrationshintergrund nur aufgrund ihrer Herkunft schlechtere Chancen haben, hat die Politik insgesamt, aber insbesondere die Bildungspolitik noch viele Hausaufgaben vor sich“, sagte Moritz.

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