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EingangsbesoldungLandesregierung muss nachzahlen

Das Bundesverfassungsgericht hat die Absenkung der Eingangsbesoldung in Baden-Württemberg für verfassungswidrig erklärt. Die GEW erwartet nun, dass die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer vom Land schnell entschädigt werden.

28.11.2018 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Eingangsbesoldung eine schnelle Entschädigung für die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer.

„Das Karlsruher Urteil ist eine Ohrfeige für alle vier Parteien, die in der Vergangenheit in zwei Landesregierungen auf Kosten junger Lehrkräfte gespart haben. Beamte und vor allem junge Lehrkräfte sind keine Beschäftigten zweiter Klasse. Wir haben unsere Mitglieder dazu aufgefordert, Anträge auf Nachzahlung der gekürzten Besoldungsanteile zu stellen und erwarten von der Landesregierung eine schnelle Nachzahlung“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Betroffene entschädigen

CDU und FDP hatten diese Sparmaßnahme 2010 eingeführt und die Gehälter der Junglehrerinnen und -lehrer in den ersten drei Berufsjahren um vier Prozent gekürzt, Grüne und SPD haben die „willkürliche Sparmaßnahme“ auf acht Prozent erhöht.

Die GEW hatte unter anderem mit Aktionen unter dem Motto „aufGEW8! 8% zu wenig!“ für eine bessere Bezahlung demonstriert und im vergangenen Jahr ein Umdenken in der Politik erreicht. „Es ist gut, dass Grüne und CDU dies korrigiert haben und seit Januar 2018 wieder volle Gehälter gezahlt werden. Jetzt können sie weiter unter Beweis stellen, dass das Land ein attraktiver Arbeitgeber ist und die Betroffenen entschädigen“, so Moritz.

Die GEW geht davon aus, dass von der Kürzung insgesamt über 30.000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg betroffen waren. Die GEW hat bereits 2017 ihren Mitgliedern empfohlen, fristwahrende Anträge auf Nachzahlung der gekürzten Besoldungsanteile zu stellen.

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