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Lehrerreserve sofort ausbauen

Die GEW fordert von der Landesregierung einen schnellen Ausbau der Vertretungsreserve. In der ständigen Lehrerreserve sind zur Zeit 1.666 Stellen, gleichzeitig gibt es jedoch pro Schuljahr 6.000 bis 7.000 langfristige Ausfälle.

28.02.2018 - GEW-Pressemitteilung

„Die Steuereinnahmen sprudeln. Niemand versteht, warum die Kürzung der Lehrerfortbildungsmittel durch Grüne und CDU nicht sofort zurückgenommen und angesichts des Unterrichtsausfalls die Vertretungsreserve schnell ausgebaut wird. In Schularten, in denen kein Lehrermangel herrscht, könnte die Vertretungsreserve sofort ausgebaut werden. Für die Grundschulen brauchen wir als Übergangslösung Geld für ein anspruchsvolles Qualifizierungsprogramm für andere Lehrämter und Quereinsteiger. Die bisher eingeführte unzureichende Qualifizierung für Gymnasiallehrkräfte darf nicht die einzige Maßnahme bleiben“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW.

Die GEW erwartet von der Landesregierung einen zügigen Ausbau der Vertretungsreserve. „Wir haben für viele Fächer in den weiterführenden Schulen genug Bewerberinnen und Bewerber auf dem Arbeitsmarkt. Es ist angesichts der vielen Ausfälle längst überfällig, die feste Vertretungsreserve mit zusätzlichen Planstellen auszubauen und für eine bessere Unterrichtsversorgung an Haupt-/Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien zu sorgen“, sagte Moritz.

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In der ständigen Lehrerreserve sind 1.666 Stellen, gleichzeitig gibt es pro Schuljahr 6.000 bis 7.000 Lehrkräfte, die längere Zeit ausfallen, die meisten aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit. Grüne und SPD hatten sich 2011 auf einen Ausbauplan geeinigt und wollten jährlich die Lehrerreserve um 200 Stellen ausbauen. Der Ausbauplan wurde nach zwei Jahren wieder eingestellt, obwohl die Zahl der Ausfälle weiter steigt. „Was spricht dagegen, diesen Ausbauplan sofort wieder aufzunehmen? Seitdem ist die Zahl der jungen Lehrkräfte, die Kinder bekommen, weiter gewachsen und die Zahl der Ausfälle steigt kontinuierlich“, sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft weist daraufhin, dass die Stichprobe zum Unterrichtsausfall nur die „Spitze des Eisbergs“ ist. „Wir haben zum Beispiel die verlässliche Grundschule. In der Statistik stehen 1,1 Prozent Ausfall für die Klassen 1 bis 4, aber in der Realität werden Klassen zusammengelegt und regulärer Unterricht kann nicht stattfinden. Es wird auch nicht erfasst, wenn Schulen bereits zu Beginn des Schuljahres Pflichtunterricht kürzen oder für die gestiegenen Herausforderungen und Aufgaben zu wenige Lehrkräfte in den Klassenzimmern stehen“, sagte Moritz.

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