GEW Baden-Württemberg
Du bist hier:

Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende

GEW: Studierende nicht alleine lassen – Sofortprogramm starten

26.09.2016 - GEW-Pressemitteilung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für ein Wohnungsbau-Sofortprogramm für Studierende im Südwesten ein und begrüßt es, wenn Kommunen gegen den Leerstand von Wohnungen vorgehen. „Im ersten Schritt sollte über die Schaffung alternativen Wohnraumes durch Umwidmung von leerstehenden Gebäuden diskutiert werden. Außerdem fordern wir eine stärkere finanzielle Förderung der Studierendenwerke und eine bedarfs-deckende Studienfinanzierung“, sagte am Montag (26.09.) in Stuttgart Doro Moritz Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) GEW Baden-Württemberg.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat die Vermieter/innen in den Universitätsstädten dazu aufgerufen, private Wohnungen an Studierende zu vermieten. Auf Plakaten, Bussen und Bahnen sind in den Universitätsstädten die Aufrufe der Kampagne „Studis suchen Zimmer“ zu sehen.

Ein alljährliches Ranking des Immobilienunternehmen GBI zeigt bei einer Erhebung in 91 Universitäts- und Hochschulstädten, dass sich vor allem die Wohnsituation für Studierende im Südwesten verschärft hat. Unter den zwanzig deutschen Universitätsstädten, in denen es für Studierende besonders schwierig ist, eine Wohnung zu finden, liegen acht in Baden-Württemberg.

Mit den stetig wachsenden Studierendenzahlen wird auch die Wohnungssituation für Studierende schwieriger, hohe Mieten und fehlende Wohnungen sind die Folge. In Ballungszentren und Hochschulstädten sind die Mieten in den vergangenen Jahren erneut gestiegen und es ist nicht genug Wohnraum vorhanden. Angesichts der wachsenden Studierendenzahlen und des knappen finanziellen studentischen Budgets verschärft sich das Wohnproblem dementsprechend. „Bund und Länder müssen gemeinsam für bezahlbare Wohnungen sorgen. Wir fordern die Landesregierung auf, sich darum zu kümmern. Es ist absurd, dass Studierende immer schneller studieren sollen und man sich immer weniger um ihre soziale Lage kümmert“, so Moritz.

Zurück