GEW Baden-Württemberg
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Online-LDV und BriefwahlMonika Stein ist neue GEW-Landesvorsitzende

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat eine neue Spitze gewählt. Den Landesvorsitz bis 2024 übernimmt Monika Stein aus Freiburg. Gemeinsam mit einem neuen Führungsteam leitet sie die größte bildungspolitische Interessenvertretung in Baden-Württemberg.

12.11.2020 - GEW-Pressemitteilung

Monika Stein aus Freiburg ist neue Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg. Die Haupt- und Werkrealschullehrerin erhielt in einer Briefwahl 90 Prozent der Delegiertenstimmen.

„Zeit für gute Bildung war das Motto für die GEW-Landesdelegiertenversammlung. Zeit für gute Bildung ist auch die zentrale Botschaft für die Bildungspolitik in Baden-Württemberg für die nächsten Jahre. Wir brauchen Bildungseinrichtungen, in denen alle Kinder und Jugendlichen besser unterstützt werden und in denen Chancengleichheit und Inklusion keine Fremdwörter mehr sind. In vier Monaten sind Landtagswahlen. Die zukünftige Landesregierung steht vor der Herausforderung, mehr in Kitas, Schulen, Hochschulen und die Erwachsenenbildung zu investieren, denn gute Bildung kostet Geld und braucht ausreichend Personal“, sagte Monika Stein, die sechste Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg seit der GEW-Gründung 1956, in Stuttgart. In dieser Zeit gab es zwölf Kultusminister*innen.

Nach einer symbolischen Schlüsselübergabe durch ihre Vorgängerin Doro Moritz unterschrieb Stein die ersten Aufnahmeanträge für neue Mitglieder. Die GEW Baden-Württemberg hat jetzt 50.600 Mitglieder und ist damit der größte Landesverband in Deutschland und die stärkste bildungspolitische Interessenvertretung in Baden-Württemberg.

„Es ist kein Zufall, dass die GEW seit 25 Jahren steigende Mitgliederzahlen hat. Die GEW ist eine junge Gewerkschaft. Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass moderne Gewerkschaftspolitik auch für junge Menschen attraktiv ist. Ich freue mich, dass sich jetzt auch an der Spitze der GEW ein Generationenwechsel abzeichnet. Wir werden auch in Zukunft in Baden-Württemberg als starke Interessenvertretung Bildungspolitik gestalten und die Landesregierung mit kritischem Geist begleiten“, sagte Doro Moritz, die nach zwölf Jahren als Landesvorsitzende nicht mehr kandidierte.

Stein erwartet von der Landesregierung Baden-Württemberg kurzfristig bessere Corona-Schutz-Konzepte für Kitas und Schulen. „Alle Beschäftigten in den Bildungseinrichtungen verdienen für ihren Einsatz unter so schwierigen Bedingungen wie wohl noch nie in den vergangenen 70 Jahren eine bessere Unterstützung durch die Schulträger und die Kultusministerin. Warum gibt es nach Monaten unter Corona noch kein zusätzliches pädagogisches Personal, warum ist noch nicht einmal Geld da für FFP2-Schutz-Masken, warum warten die Kitas, Schulen und Hochschulen vergeblich auf Investitionen wie sie für die Lufthansa und andere Firmen in wenigen Wochen locker gemacht wurden?“, fragte Stein.

Die neue Vorsitzende und der neue Vorstand wurden für vier Jahre per Briefwahl von den 339 Delegierten gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 93,5 Prozent. Aufgrund von Corona fand die Landesdelegiertenversammlung (LDV) am 23. Oktober nur online statt.