GEW Baden-Württemberg
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Niveau- und perspektivlose CDU-Bildungspolitik

GEW: Gemeinschaftsschulen stoßen auf Akzeptanz

27.10.2015 - Pressemitteilung

(Zumeldung dpa, 27.10.15, Gemeinschaftsschule)

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW nennt die Äußerungen der CDU zur Gemeinschaftsschule eine „Fortsetzung der niveau- und perspektivlosen Bildungspolitik der vergangenen Jahre“.

„Die CDU hat es bis 2011 in der Regierung und auch jetzt in der Opposition nicht geschafft, eine Antwort darauf zu geben, dass sich immer mehr Eltern gegen die Haupt- und Werkrealschulen entscheiden und viele Schulstandorte gefährdet sind. Das CDU-Konzept der Werkrealschule, die mit viel Aufwand installiert wurde, war eine bildungspolitische Bauchlandung. Alle, die sich auskennen, werden erkennen, dass viele Gemeinschaftsschulen bereits Erfolgsmodelle sind und sich andere noch in einer Aufbauphase befinden, in der sie Unterstützung benötigen, statt die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an den 271 Gemeinschaftsschulen schlecht zu reden“, sagte am Dienstag (27.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW als größte bildungspolitische Interessenvertretung im Südwesten sieht die Gemeinschaftsschulen auf einem guten Weg. „Das Interesse an Gemeinschaftsschulen wächst bei Eltern und Schulträgern. Auch viele Gemeinden, in denen die CDU die Mehrheit stellt, setzen auf die Gemeinschaftsschule. Das zeigt, dass sich dieses Thema nicht für ideologische Debatten eignet. Über die Akzeptanz und den Erfolg von Gemeinschaftsschulen entscheidet deren Qualität und pädagogische Attraktivität. Dass in einer Startphase nicht alles rund läuft, ist völlig normal. Wer das ausnutzt, um gegen die ganze Schulart Stimmung zu machen, weiß wenig vom Alltag in den Klassenzimmern. Die Schulen, die meistens als Werkrealschulen gestartet sind, müssen jetzt neue pädagogische Konzepte gestalten, der Heterogenität ihrer Schüler gerecht werden, den gebundenen Ganztagsbetrieb organisieren und über Inklusion nicht nur reden, sondern jeden Tag leben“, sagte Moritz.

Zur angeblichen Verunsicherung von Eltern habe vor allem die CDU mit ihrer Polemik der „Einheitsschule“ beigetragen, ohne selbst überzeugende Konzepte für eine moderne Bildungspolitik in einem Flächenland zu präsentieren.

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