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Sitzenbleiben sachlich diskutieren

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für einen sachlichen Umgang mit dem Thema Sitzenbleiben ein und verlangt mehr Unterstützung vor allem für die Realschulen.

04.02.2015

(Zumeldung Landtagsdebatte, 04.02., Sitzenbleiben)

GEW: Kinder abholen und besser unterstützen

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für einen sachlichen Umgang mit dem Thema Sitzenbleiben ein und verlangt mehr Unterstützung vor allem für die Realschulen. „Auch wenn die Sitzenbleiber-Quote in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken ist, ist jedes Kind, das eine Klasse wiederholen muss, ein Sitzenbleiber zu viel. So wie Eltern ihre Kinder nicht überfordern sollten, brauchen die weiterführenden Schulen mehr Unterstützung, um die Kinder dort abholen zu können, wo sie stehen und um sie besser individuell unterstützen können, wie dies die Gemeinschaftsschulen bereits praktizieren“ sagte am Mittwoch (04.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW verweist darauf, dass der Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung der richtige Schritt war und auf große Akzeptanz bei Eltern und Lehrkräften stößt. „Dies bedeutet eine große Entlastung für die Grundschulen. Auch für die Realschulen hat Kultusminister Andreas Stoch mit der künftigen Orientierungsstufe in den Klassen 5 und 6 die Weichen richtig gestellt. In den weiteren Jahrgängen wird die Entscheidung für den Hauptschul- oder Realschulabschluss im Interesse der Schülerinnen und Schüler möglichst lange offen gelassen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe brauchen die Lehrkräfte an den Realschulen nachhaltige Unterstützung. Die vorgesehenen 500 Deputate sind zu wenig“, sagte Moritz.

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