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Vorfahrt für Bildung bis 2021

GEW: Reformen fortsetzen – Lern- und Arbeitsbedingungen verbessern

14.03.2016

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet von der neuen Landesregierung gerade angesichts der wohl schwierigen Regierungsbildung eine Fortsetzung der Reformen in der Bildungspolitik. „Die Bildungsreformen sind richtig und haben bis zum Ziel noch einen langen Weg vor sich. Besser werden müssen die Arbeitsbedingungen in Kitas, Schulen, in der Erwachsenenbildung und an Hochschulen. Wir brauchen Bildungseinrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche besser unterstützt werden und in denen Inklusion und Chancengleichheit keine Fremdwörter sind. Die zukünftige Landesregierung steht vor der Herausforderung, weiter in Kitas, Schulen, Hochschulen und die Erwachsenenbildung zu investieren. In den vergangenen fünf Jahren wurde begonnen, einen Reformstau aufzulösen. Eine Streichung von Lehrerstellen wird bis 2021 nicht möglich sein“, sagte am Sonntag (13.03.) im Stuttgarter Landtag Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Die GEW ist mit 50.000 Mitgliedern die größte bildungspolitische Interessenvertretung im Südwesten.

Die Bildungsgewerkschaft GEW gratuliert insbesondere ihrem langjährigen Mitglied Winfried Kretschmann (Grüne) zum Wahlerfolg. „Grün-Rot hat zusammen etwa gleich viele Stimmen wie 2011 bekommen. Das ist auch ein Signal, dass die Bildungspolitik, bei der die Länder die größten Gestaltungsmöglichkeiten haben, von einer Mehrheit der Wählerinnen und Wähler grundsätzlich begrüßt wird. Egal, wer die neue Regierung stellt und wer im Kultusministerium die Weichen stellen wird: Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte wollen verlässliche Rahmenbedingungen“, sagte Moritz.

Die GEW fordert Grüne, CDU, SPD und FDP auf, die AFD im Landtag zu entlarven. „Die Aussagen zur Bildungspolitik im AFD-Programm sind geprägt von einer menschenverachtenden Geisteshaltung, bildungspolitischer Inkompetenz und Ideen aus den fünfziger oder zum Teil sogar vierziger Jahren des letzten Jahrtausends. Dagegen müssen alle anderen Parteien im Landtag Zeichen setzen“, sagte Moritz.

Die GEW erwartet von den neuen Landtagsabgeordneten, dass die vielen Wahlkampfversprechen zur Verbesserung der Bildungseinrichtungen jetzt nicht in der Schublade verschwinden, sondern konsequent umgesetzt werden. Dazu zählt unter anderem auch die Bezahlung der 2.000 bis 3.000 befristet beschäftigten Lehrer/innen in den Sommerferien und das Ende der um 8 Prozent gekürzten Eingangsbesoldung für Lehrkräfte beim Berufseinstieg.

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