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Tarifrunde 2019Warnstreiks in Nordbaden: Unterricht fällt aus

Mehr als 450 Beschäftigte aus allen Landeseinrichtungen haben für bessere Löhne gestreikt. Zum ersten Mal in diesem Jahr sind auch baden-württembergische Lehrkräfte beteiligt. Die Warnstreiks werden am Donnerstag in Südbaden fortgesetzt.

19.02.2019

In Mittelbaden haben sich heute über 450 Beschäftigte aus allen Landeseinrichtungen an dem von ver.di, GEW und IGBAU ausgerufenen Warnstreik beteiligt. An den Schulen haben gut hundert angestellte Lehrer/innen und andere pädagogische Mitarbeiter/innen gestreikt. Am Demonstrationszug und der Kundgebung in Karlsruhe nahmen mehrere hundert Personen teil. Die Warnstreiks werden am Donnerstag in Südbaden fortgesetzt.

„Es ist beeindruckend, dass so viele Landesbeschäftigte für bessere Löhne gestreikt und auf die Straße gegangen sind. Der öffentliche Dienst muss attraktiver werden und das in allen Bereichen. An den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen des Landes sind neben einem Gehaltsplus eine bessere Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte und der beim Land beschäftigten Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen das Gebot der Stunde. Nötig ist auch, dass der öffentliche Dienst endlich etwas gegen die skandalös hohe Zahl der Befristungen im gesamten öffentlichen Dienst und vor allem an den Schulen und Hochschulen unternimmt“, sagte Stefan Bauer, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Nordbaden, in Karlsruhe.

Bis zur dritten Verhandlungsrunde in Potsdam am 28. Februar und 1. März werden die Gewerkschaften gemeinsam den Druck auf die Arbeitgeber hochhalten. Am Donnerstag rufen ver.di, GEW und IG BAU gemeinsam alle Tarifbeschäftigten des Landes in Südbaden zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Die zentrale Kundgebung wird mittags auf dem Kartoffelmarkt in Freiburg stattfinden. In der nächsten Woche wird die GEW Baden-Württemberg ihre angestellten (tarifbeschäftigten) Mitglieder zu Streiks in Württemberg und Nordbaden aufrufen.

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