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ErwachsenenbildungWeiterbildung muss allen offenstehen

Die GEW lehnt den Plan der Bundesregierung ab, für allgemeine Weiterbildung Umsatzsteuer zu erheben. Das würde das Bild einer demokratischen, emanzipatorischen Gesellschaft konterkarieren, findet GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

10.09.2019 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW lehnt den Plan der Bundesregierung ab, für allgemeine Weiterbildung Umsatzsteuer zu erheben. „Wer Gebühren für Bildungsangebote erhöht statt sie zu senken, will eine arme Gesellschaft. Wir brauchen mehr statt weniger Angebote, wir wollen, dass angesichts des wachsenden Populismus möglichst viele Menschen an den Kursen der Volkshochschulen und anderer Anbieter teilnehmen können“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Lebenslanges Lernen bedeute nicht nur eine Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Es gehe um eine allgemeine, kulturelle und politische Weiterbildung. Der öffentliche Bildungsauftrag für Erwachsenen- und Weiterbildung beinhaltet das Recht auf Lernen in jedem Alter für gesellschaftliche, berufliche, kulturelle oder persönliche Ziele. Dazu gehört die Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Person und zur Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben.

„Die pauschale Einführung der Umsatzsteuer auf Kurse der allgemeinen, kulturellen und politischen Weiterbildung würde das Bild einer demokratischen, emanzipatorischen Gesellschaft konterkarieren. Auf lange Sicht müssen staatliche Rahmenbedingungen und ausreichende öffentliche Ressourcen zur Verfügung stehen, um Standards und Strukturen in den Einrichtungen sichern zu können“, sagte Moritz.

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