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Wer Profis will, muss sie auch so bezahlen

GEW: Fachlehrer/innen und Technische Lehrer/innen schneller befördern

12.11.2016 - GEW-Pressemitteilung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert den Beförderungsstau bei den gut 7.000 Fachlehrkräften und Technischen Lehrer/innen in Baden-Württemberg. Obwohl sich im Alltag die Aufgaben kaum unterscheiden, haben Fachlehrkräfte und Technische Lehrkräfte eine höhere Unterrichtsverpflichtung als ihre Kolleginnen und Kollegen im Klassenzimmer und erhalten weniger Geld. Zusätzlich gibt es für die Gruppe zu wenig Beförderungsstellen und die Pädagoginnen und Pädagogen verlieren durch das Warten auf die ihnen zustehende Beförderung durchschnittlich 50.000 Euro. Wer Profis will, muss sie auch so bezahlen“ sagte am Samstag (12.11.) in Stuttgart auf dem landesweiten Fachlehrertag in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW setzt sich mit der Initiative „Bildung. Weiter denken!“ dafür ein, dass die Steuereinnahmen erhöht werden, um damit gute Bildung in Hochschulen, Schulen und Kitas finanzieren zu können. Dazu zählt auch eine bessere Bezahlung der Fachlehrkräfte und Technischen Lehrer/innen.

Beim Berufseinstieg verdient eine Fachlehrer/in etwa 2.500 Euro und damit etwa 1.000 Euro weniger als eine Grundschullehrer/in. Die Fachlehrer/innen und Technischen Lehrer/innen erhalten als Vergütung zwischen A 9 und A 12 und müssen zwischen 27 und 31 Unterrichtsstunden wöchentlich unterrichten.

Für die Ausbildung zum Fachlehrer bzw. Technischen Lehrer wird die Mittlere Reife benötigt. Die Fachlehrerausbildung wurde 1963 eingeführt, um dem damaligen Lehrermangel zu begegnen. Inzwischen gibt es die Ausbildungen zur Fachlehrkraft und Technischen Lehrkraft Sonderpädagogik und zur Fachlehrkraft für musisch-technische Fächer, die jeweils drei Jahre dauern.

Der Beförderungsstau bei Fachlehrkräften und Technischen Lehrer/innen betrifft Lehrer/innen, die zwar die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für die Beförderung erfüllen, trotzdem weiter nach A 9 oder A 10 bezahlt werden.

Die GEW setzt sich dafür ein, dass alle beim Berufseinstieg A 10 erhalten, ihre Unterrichtsverpflichtung genauso hoch ist wie die ihrer Kolleg/innen und nach einer entsprechenden Qualifizierung auch ein Laufbahnwechsel in das wissenschaftliche Lehramt ihrer Schulart möglich sein soll.

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