GEW Baden-Württemberg - Medieninformationen https://www.gew-bw.de GEW Baden-Württemberg - Medieninformationen de-DE GEW Baden-Württemberg - Medieninformationen Sat, 23 Jun 2018 17:46:48 +0200 Sat, 23 Jun 2018 17:46:48 +0200 TYPO3 EXT:news news-14385 Fri, 15 Jun 2018 15:37:13 +0200 Rechnungshof-Gutachten: GEW befürchtet höhere Arbeitsbelastung für Lehrkräfte https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/rechnungshof-gutachten-gew-befuerchtet-hoehere-arbeitsbelastung-fuer-lehrkraefte/ Die GEW hat das Gutachten des Rechnungshofs zur Ressourcensteuerung im Schulbereich scharf kritisiert. Ressourcensteuerung müsse Qualitätssicherung zum Ziel haben, so GEW-Landeschefin Doro Moritz. Die GEW kritisiert das Gutachten des Rechnungshofs zur Ressourcensteuerung im Schulbereich als realitätsfern. „Die Umsetzung der Empfehlungen würde die Qualität des Unterrichts beeinträchtigen und eine weitere Verschärfung der Arbeitsbelastung der Lehrkräfte bedeuten. Warum äußert sich der Rechnungshof beispielsweise nicht zum Einsatz von Assistenten zur Entlastung von Verwaltungsaufgaben? Auch eine bessere Förderung von Schülerinnen und Schülern und in der Folge weniger Sitzenbleiber wäre ein Beitrag zu zielgerichtetem Ressourceneinsatz“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Kein Beitrag zur Qualitätsentwicklung an Schulen

Die GEW hält es für sehr irritierend, dass die Landesregierung das Gutachten beauftragt hat. Der Rechnungshof kommt nur zu quantitativen Ergebnissen, die die Qualitätsentwicklung außen vor lassen. „Ressourcensteuerung muss Qualitätssicherung und die Senkung der Arbeitsbelastung zum Erhalt der Attraktivität des Lehrerberufs zum Ziel haben. Die Vorschläge des Rechnungshofs sind kein Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht. Es geht offensichtlich nur darum, die Unterrichtsversorgung schönzurechnen. Sie beinhalten durch neue Rechenmodelle ein weiteres Ausmosten der Lehrkräfte. Es ist abenteuerlich, dass sich der Rechnungshof erlaubt, den Einfluss des Versorgungsgrads mit Lehrkräften auf den Bildungserfolg zu verneinen“, betonte die GEW-Chefin.

Nur Umverteilung des Mangels

Aus der Sicht der GEW ist es naiv und nur eine Umverteilung des Mangels, wenn Grüne und CDU Abordnungen von Lehrkräften beenden wollen, um damit ihren hausgemachten Lehrermangel zu beheben. Lehrkräfte werden abgeordnet, um zum Beispiel Prüfungsordnungen zu erstellen, Referendare auszubilden, Lehrerfortbildungen zu organisieren, in Zeugnisanerkennungsstellen dafür zu sorgen, dass der Fachkräftemangel durch die Anerkennung von Abschlüssen aus anderen Ländern nicht zu groß wird, Schulen zu beraten oder Bildungspläne zu konzipieren. „Wer sollte diese Aufgaben übernehmen? Dafür brauchen wir pädagogische Profis“, so Moritz.

Die GEW lehnt Schulschließungen aus Spargründen ab. Sie betont, dass die pädagogische Qualität und bei Grundschulen die Wohnortnähe Vorrang haben müssen. „Die Schließung kleiner Grundschulen führt zu größeren Klassen und verschlechtert die jetzt schon mangelhaften Fördermöglichkeiten an Grundschulen noch mehr“, kritisiert Doro Moritz.

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Schule Bildungsfinanzierung Presse Baden-Württemberg
news-14346 Tue, 12 Jun 2018 15:48:37 +0200 Bundesverfassungsgericht: Beamte dürfen nicht streiken https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bundesverfassungsgericht-beamte-duerfen-nicht-streiken/ Das Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, das Streikverbot für Beamte nicht aufzuheben. Die GEW sieht nun die Landesregierung in der Pflicht. Grün-Schwarz muss für bessere Arbeitsbedingungen sorgen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg sieht nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Streikrecht für Beamte die Landesregierung in der Pflicht.

„Jetzt haben die Landesregierungen die Verantwortung, ihren Verpflichtungen als Arbeitgeber auch angesichts des Lehrermangels gerecht zu werden und für einen attraktiven öffentlichen Dienst zu sorgen. Es darf in Zukunft nicht wieder passieren, dass die Landesregierung wie zuletzt Grün-Schwarz in Baden-Württemberg Tarifergebnisse nicht zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamte überträgt und sie als Sparschweine benutzt.

Von guten Arbeitsbedingungen und Fürsorgepflicht kann nicht die Rede sein, wenn es für die Leitung einer Grundschule nur 160 Euro brutto im Monat mehr gibt, wenn Lehrkräfte in der Grund- und Haupt-/Werkrealschule weniger verdienen und die Arbeitszeit in allen Schularten kontinuierlich steigt. Wir brauchen Verhandlungen auf Augenhöhe zwischen der Gewerkschaft und der Landesregierung, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

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Presse Baden-Württemberg
news-14329 Fri, 08 Jun 2018 14:18:46 +0200 Inklusion in Baden-Württemberg steht vor dem Scheitern https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/inklusion-in-baden-wuerttemberg-steht-vor-dem-scheitern/ Die GEW unterstützt die SPD-Vorschläge zur besseren Unterstützung der Inklusion an Schulen und fordert, dass die Studienplätze bereits im Wintersemester 2018/19 ausgebaut werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die SPD-Vorschläge zur besseren Unterstützung der Inklusion an Schulen.

„Inklusion ist das Thema, bei dem ich mich am meisten dafür schäme, wie stiefmütterlich Grüne und CDU in der Landesregierung, aber auch viele Gemeinden und Städte in unserem wohlhabenden Land damit umgehen. Warum ist es nicht längst selbstverständlich, dass jede Kita, jede Schule und Hochschule barrierefrei ist und warum bekommen derzeit Kinder mit Beeinträchtigungen sowohl in den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren als auch in den Grund- und den weiterführenden Schulen meist eine schlechtere Förderung als noch vor wenigen Jahren?

Ohne Not spart die Landesregierung auf dem Rücken der betroffenen Kinder und Jugendlichen, deren Eltern und der engagierten Lehrkräfte. Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, dass so die Inklusion vor dem Scheitern steht“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in Stuttgart.

Mehr Studienplätze für Sonderpädagog/innen

Die GEW erwartet, dass die Landesregierung bereits zum Wintersemester 2018/19 mehr Studienplätze für Sonderpädagog/innen anbietet.

„Inklusion und der langfristig zunehmende Bedarf an Sonderpädagogen sind nicht vom Himmel gefallen. Wir brauchen dringend mehr Studienplätze. Stattdessen hält die Landesregierung nicht einmal mehr am Ziel fest, dass zwei Pädagogen für den gemeinsamen Unterricht verantwortlich sein müssen“, so die GEW-Landeschefin.

Die GEW-Chefin weist auf gute Beispiele für gelingende Inklusion hin. Eine GEW-Delegation hatte in den Pfingstferien Kitas und Schulen in Südtirol besucht. Dort ist es selbstverständlich, dass alle Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung die Kindergärten, Grund-, Mittel- und Oberschulen besuchen.

„Jede Kita und jede Schule ist barrierefrei, in den Grundschulen liegt der reguläre Klassenteiler bei 22 statt bei 28 wie bei uns und sobald ein Kind mit ‚besonderen Bildungsbedürfnissen‘ in der Klasse ist, liegt der Klassenteiler bei 20. Integrationslehrkräfte gehören selbstverständlich in jeder Schule dazu. Warum soll das nicht auch bei uns möglich sein?“, sagte Moritz.

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Presse Baden-Württemberg
news-14322 Thu, 07 Jun 2018 13:45:34 +0200 Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ besser unterstützen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/initiative-schule-gegen-sexuelle-gewalt-besser-unterstuetzen/ Die GEW begrüßt die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“. Es können jedoch nur dann sinnvolle Schutzkonzepte an den Schulen entstehen, wenn die Lehrerfortbildungsangebote schneller ausgebaut und die Schulen besser unterstützt werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ und setzt sich für einen schnellen Ausbau der Lehrerfortbildungsangebote sowie eine bessere Unterstützung der Schulen ein.

„Jeder Fall von sexueller Gewalt ist einer zu viel. Niemand darf wegschauen, wenn Kinder und Jugendliche von Gewalterfahrungen berichten. Unsere Kitas und Schulen müssen in die Lage versetzt werden, eigene Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln, Anzeichen für Missbrauch überhaupt zu entdecken und den Kindern und Jugendlichen helfen zu können.

Es gibt kaum Fortbildungsangebote zu diesem Thema. Und wie soll eine Grundschullehrerin mit 28 Kindern in der Klasse ohne eine einzige Poolstunde und ohne Schulsozialarbeit an der Schule in der Lage sein, wirksam etwas gegen sexuelle Gewalt zu tun? An die bei diesem Thema wichtige Elternarbeit ist aufgrund der schlechten Ausstattung der Schulen überhaupt nicht zu denken“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in Stuttgart.

Land muss Geld in die Hand nehmen

Im landesweiten Lehrerfortbildungsprogramm für Baden-Württemberg gibt es zwischen September 2017 bis Juni 2021 nur drei Fortbildungsangebote zum Thema sexuelle Gewalt und insgesamt 16 Fortbildungen zu den Themen Kindesschutz und Kindeswohl. Die Landesregierung hat die Mittel für Lehrerfortbildung 2017 um 500.000 Euro gekürzt.

Die GEW erhält jede Woche Berichte über überbuchte Fortbildungsangebote. Derzeit liegen zudem viele Fortbildungsplanungen für das Schuljahr 2018/19 auf Eis, weil die Schulverwaltung immer noch nicht weiß, welche Auswirkungen das seit 1,5 Jahren in Planung befindliche Qualitätskonzept des Kultusministeriums haben wird.

„Es ist gut, wenn zum Thema sexuelle Gewalt ein Online-Kurs starten soll. Das und Materialien zum Thema werden aber nicht ausreichen. Die Landesregierung muss bei diesem wichtigen Thema Geld in die Hand nehmen und Fortbildungen für das ganze Kollegium einer Schule anbieten. Dies ist auch eine Voraussetzung dafür, dass sinnvolle Schutzkonzepte an den Schulen entstehen können“, so die GEW-Landeschefin.

Die Bildungsgewerkschaft hält es für richtig, dass an den Schulen eigene Schutzkonzepte entwickelt und dabei Schüler- und Elternvertretungen einbezogen werden. „Ich frage mich nur, wie unsere Schulen dieser Aufgabe gerecht werden können. Unser Alltag in vielen Klassenzimmern ist von Lehrermangel und nicht ausreichender Lehrerreserve geprägt. Wer den Schulen zusätzliche Aufgaben gibt, muss sie auch in die Lage versetzen, diese gut umsetzen zu können“, sagte Moritz.

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Schulsozialarbeit Schule LehrerInnenbildung Gesundheit Presse Baden-Württemberg
news-14231 Thu, 24 May 2018 14:03:50 +0200 Saisonlehrkräfte: Arbeitslosigkeit in den Sommerferien endlich stoppen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/saisonlehrkraefte-arbeitslosigkeit-in-den-sommerferien-endlich-stoppen/ Die GEW empfiehlt der Landesregierung, dem Beispiel von Rheinland-Pfalz zu folgen und Pädagogen in den Ferien zu bezahlen. In Baden-Württemberg ist eine ähnliche Regelung mehr als überfällig. Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert die Landesregierung auf, sich ein Beispiel an Rheinland-Pfalz zu nehmen und ebenfalls die eigenen Saisonlehrer in den Ferien zu bezahlen.

„Es ist kaum vorstellbar, dass das reiche Baden-Württemberg nicht dem Beispiel von Rheinland-Pfalz folgen kann. Die Steuereinnahmen sprudeln. Trotzdem zeigt sich die grün-schwarze Landesregierung in Zeiten des Lehrermangels und des Unterrichtsausfalls als Arbeitgeber ohne Verantwortung. Die befristet beschäftigten Lehrerinnen und Lehrer für die Vertretungen sind für die Schulen der Rettungsanker. Sie halten unter oft schwierigen Bedingungen und schlechterer Bezahlung als ihre Kolleginnen und Kollegen den Unterrichtsbetrieb in Baden-Württemberg aufrecht. Die meisten werden nach den Ferien wieder am Lehrerpult gebraucht, trotzdem schickt sie die Landesregierung in die Arbeitslosigkeit. Wir erwarten, dass diese Praxis gestoppt wird“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

In Rheinland-Pfalz werden Vertretungslehrer ab 2019 auch in den Sommerferien bezahlt. Weil ihre Verträge bislang vor den Ferien ausliefen, mussten sich die Lehrer sechs Wochen arbeitslos melden. In Baden-Württemberg ist eine ähnliche Regelung mehr als überfällig.

Mit der neuen Regelung werden Lehrkräfte in Regionen, die an Rheinland-Pfalz grenzen, abwandern. Dadurch wird sich der Lehrermangel in Baden-Württemberg voraussichtlich weiter verschärfen.

Zum Ferienbeginn im Juli enden in Baden-Württemberg die Verträge von fast 4.000 befristet beschäftigten Pädagoginnen und Pädagogen, der große Teil hat nicht einmal Anspruch auf Arbeitslosengeld. Zusätzlich werden über 5.000 Referendarinnen und Referendare entlassen, obwohl die meisten ab September wieder in den Klassenzimmern stehen.

In anderen Ländern gibt es bessere Arbeitsbedingungen

Grüne und CDU hatten im Wahlkampf 2016 versprochen, diese Lehrkräfte wie in einigen anderen Bundesländern auch in den Sommerferien zu bezahlen. Die GEW berichtet, dass immer wieder Lehrkräfte in benachbarte Bundesländer oder die Schweiz wechseln, weil sie dort bessere Arbeitsbedingungen vorfinden.

In Baden-Württemberg sind knapp 4.000 Lehrerinnen und Lehrer befristet angestellt. Diese „Saisonlehrer“ arbeiten in der Vertretungsreserve sowie in den Vorbereitungsklassen (VKL) und in Klassen des Vorqualifizierungsjahrs Arbeit und Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen (VABO), in denen vor allem geflüchtete Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Für den überwiegenden Teil dieser Lehrkräfte enden die Arbeitsverträge am letzten Schultag. Noch 2008 lag die Zahl der befristet Beschäftigten bei 1.216.

„Offenbar hat in der Landesregierung niemand gemerkt, dass in den vergangenen Jahren tausende junge Lehrerinnen und Lehrer eingestellt wurden: Wir haben zu unserer Freude viele Schwangerschaften und dementsprechend steigt der Vertretungsbedarf. Der dringend notwendige Ausbau der ständigen Vertretungsreserve wurde 2013 von der ehemaligen Landesregierung gestoppt“, sagte Moritz.

Derzeit müssen etwa 6.500 der fast 120.000 Lehrkräfte dauerhaft vertreten werden. In der ständigen Lehrerreserve gibt es nur 1.666 Stellen. Zusätzlich wird es angesichts des Lehrermangels in vielen Bereichen immer schwieriger, durch befristet Beschäftigte die Lücken zu stopfen.

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Berufliche Bildung Schule Bildungsfinanzierung Presse Referendariat Baden-Württemberg
news-14210 Fri, 18 May 2018 12:19:38 +0200 Anmeldezahlen: Real- und Gemeinschaftsschulen stehen vor großer Herausforderung https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/anmeldezahlen-real-und-gemeinschaftsschulen-stehen-vor-grosser-herausforderung/ Immer mehr Schüler besuchen Realschulen und Gemeinschaftsschulen. Die heterogenen Klassen stellen die Lehrer vor große Herausforderungen. Deshalb fordert die GEW das Land auf, mehr Geld in Fortbildung zu investieren. Die Bildungsgewerkschaft GEW bezeichnet die Anmeldezahlen auf die weiterführenden Schulen als „klaren Auftrag für die Bildungspolitik“.

„Vor allem in den Realschulen und Gemeinschaftsschulen lernen immer mehr Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen miteinander und können unterschiedliche Abschlüsse erreichen. Die Lehrerinnen und Lehrer an allen Schularten brauchen Unterstützung, um allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden. Der Ausbau der Poolstunden an den Realschulen ist dabei ein erster richtiger Schritt. Wer Qualität stärken will, muss Lehrkräfte an Schulen mit großer Heterogenität in die Lage versetzen, der Unterschiedlichkeit der Kinder gerecht zu werden. Das geht nicht, wenn Grün-Schwarz wie 2017 Gelder für Fortbildungen streicht. Zudem befürchten wir, dass es im nächsten Schuljahr noch weniger Fortbildungsangebote geben wird, da durch den bevorstehenden Umbau der Schulverwaltung derzeit Stellen nicht besetzt und bestehende Strukturen zerschlagen werden. Die Hängepartie bei diesem Reformprojekt darf nicht dazu führen, dass mit dem Versprechen auf bessere Qualität in der Zukunft jetzt die Angebote reduziert werden“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in Stuttgart.

Die GEW setzt sich dafür ein, dass die Ausstattung der Schularten den jeweiligen Aufgaben gerecht wird. An den Realschulen, an denen jeweils fast ein Viertel der Fünftklässler eine Haupt-/Werkrealschulempfehlung oder eine Gymnasialempfehlung mitbringt, gibt es die größte Heterogenität in den Klassen. „Der Ausbau der Poolstunden und die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss an der Realschule zu erwerben, sind logische Konsequenzen“ so die GEW-Landeschefin.

Die GEW setzt sich dafür ein, die Gemeinschaftsschulen für den Ganztagsbetrieb, Coaching und Inklusion besser zu unterstützen. „Ich besuche jeden Monat mehrere Gemeinschaftsschulen. Diese stoßen auf eindrucksvolle Akzeptanz bei den Eltern. Diejenigen, die Gemeinschaftsschulen kennen, sind überzeugt von diesem zukunftsweisenden Konzept“, sagte Moritz.

Die GEW appelliert an den Landtag, Lehrkräfte an Haupt-/Werkrealschulen nicht zu vergessen. „Durch die sinkenden Schülerzahlen wird die Arbeit der Lehrkräfte an den Haupt- und Werkrealschulen noch herausfordernder. Es ist diskriminierend, dass alle Hauptschullehrkräfte an anderen Schularten A13 bekommen können, die gleichen Lehrkräfte an Werkrealschulen aber nicht. Neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer erhalten sofort A13 und verdienen pro Monat 400 bis 500 Euro mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil 30 bis 40 Jahre Berufserfahrung mitbringen“, so die Landesvorsitzende.

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Schule Presse Baden-Württemberg
news-14183 Tue, 15 May 2018 16:57:13 +0200 Ethikunterricht muss für alle Schularten kommen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/ethikunterricht-muss-fuer-alle-schularten-kommen/ Die Landesregierung führt zwei Jahre später als geplant Ethik für die Klassen 5 bis 7 ein. Die GEW fordert, dass Ethikunterricht auch an den Grundschulen und beruflichen Schulen eingeführt wird. Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, dass in allen Schularten Ethikunterricht schnell selbstverständlich wird.

„Politiker, die in populistischen Debatten Werteunterricht fordern, aber nicht einmal genug Geld dafür ausgeben wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler in unserem Land Ethikunterricht erhalten, sind unglaubwürdig. Nachdem sich die Landesregierung bereits zwei Jahre Zeit gelassen hat und jetzt Ethik für die Klassen 7 bis 5 später als versprochen einführt, erwarten wir gerade vor dem Hintergrund der Debatten über Werteerziehung, dass Ethikunterricht an den Grundschulen noch in dieser Wahlperiode eingeführt wird. Auch an den beruflichen Schulen muss Ethik eine Selbstverständlichkeit werden“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW erwartet einen Stufenplan für die Einführung von Ethikunterricht in der Grundschule. Neben der Erstellung eines Bildungsplans muss die Ausbildung der Grundschullehrkräfte verändert werden. Während Ethik/Philosophie zum Fächerkanon der Lehrkräfte in der Sekundarstufe I gehört, ist Ethik bislang für das Grundschullehramt weder Studien- noch Prüfungsfach. 

„Werteorientierung und Werteerziehung, die Auseinandersetzung mit Religionen, waren noch nie so wichtig in der Schule wie heute. Aber nicht nur deshalb brauchen wir den Ethikunterricht. Die Grundschulen wissen ja überhaupt nicht, was sie mit den Schülerinnen und Schülern machen, die nicht in den Religionsunterricht gehen, weil sie keine Stunden haben. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie falsch fehlende Investitionen, wie falsch das Sparen ist“, sagte Moritz.

Es gibt in Baden-Württemberg inzwischen zahlreiche Klassen/Schulen, in denen die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnimmt. In den Nebenabreden zum grün-schwarzen Koalitionsvertrag war die Einführung des Ethikunterrichts bereits zwei Jahre früher für das Schuljahr 2017/18 versprochen worden. „Es ist kein gutes Zeichen für die gesamte Bildungspolitik, wenn für die Umsetzung eines verabredeten Plans extra eine Regierungs-Pressekonferenz benutzt wird. Auf wichtigen Baustellen der Bildungspolitik herrscht Stillstand und die Grünen haben sich von ihren ursprünglichen Zielen weit entfernt: 2011 hatten sie im Koalitionsvertrag mit der SPD die Einführung von Ethik ab der Klasse 1 vereinbart“, sagte Moritz.

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Berufliche Bildung Schule Presse Baden-Württemberg
news-14141 Tue, 08 May 2018 16:04:32 +0200 21 Prozent weniger ausländische Studierende aus Nicht-EU-Ländern https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/21-prozent-weniger-auslaendische-studierende-aus-nicht-eu-laendern/ Seit einem Jahr gibt es Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende in Baden-Württemberg. Das hat deutlich weniger internationale Studierende zur Folge. Die GEW fordert von der Landesregierung, die Hochschul-Maut zu stoppen. Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, keine Studiengebühren für ausländische Studierende mehr zu erheben.

„Ein Jahr Studiengebühren hat gezeigt, dass Gebühren dazu führen, dass die Zahl der internationalen Studierenden aus Nicht-EU-Ländern um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist und vielen Studierenden ein Studium in Baden-Württemberg verwehrt bleibt. Das ist ein Armutszeugnis für das Exportland Baden-Württemberg. Unser Wohlstand beruht auf den internationalen Beziehungen. Die Hochschul-Maut muss gestoppt werden“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in Stuttgart.

Vor einem Jahr beschloss die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg trotz heftigen Widerstandes die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende in Höhe von 1.500 Euro sowie Zweitstudiengebühren in Höhe von 650 Euro pro Semester. Gegenüber dem Wintersemester 2016/17 sank die Anzahl der Nicht-EU-Studienanfänger/innen um 21 Prozent von 7.700 auf 6.080 Personen.

„Wer Internationalisierung fordert, kann nicht gleichzeitig Gebühren von Studierenden aus anderen Ländern verlangen. Diese Hochschul-Maut für internationale Studierende in Zeiten des aufkeimenden Rechtspopulismus ist auch politisch gefährlich“, sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft GEW stellt sich gegen jede Form von Studiengebühren und unterstützt, dass betroffene Studierende bereits im August 2017 Klagen vor den Verwaltungsgerichten in Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart eingereicht haben. Jetzt haben zwei Studierende Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht.

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Studium Internationales Presse Baden-Württemberg
news-14058 Tue, 24 Apr 2018 16:11:03 +0200 Bessere Qualität an Schulen gibt es nicht zum Nulltarif https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bessere-qualitaet-an-schulen-gibt-es-nicht-zum-nulltarif/ Die Landesregierung hat das neue Qualitätskonzept für Schulen vorgestellt. Die GEW fordert, anstelle neuer Strukturen den Beruf des Fortbildners attraktiv zu gestalten. Qualitätsentwicklung braucht Investitionen. „Ein guter Schritt für ein neues Qualitätskonzept an Schulen wäre es gewesen, wenn heute Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Kürzung der Gelder für Lehrerfortbildung um 500.000 Euro aus dem Jahr 2017 rückgängig gemacht hätte. Jede Woche erleben Lehrkräfte, dass sie nicht an Fortbildungen teilnehmen können, weil es nicht genügend Plätze gibt. Das heute vorgestellte Konzept für den Umbau der Schulverwaltung enthält mehr Fragen als Antworten und soll offenbar zum Nulltarif umgesetzt werden.

Bessere Qualität geht nicht kostenneutral. Neue Strukturen garantieren noch keine bessere Qualität. Es geht darum, Schulverwaltung und Fortbildner konsequent für neue Aufgaben zu qualifizieren und zum Beispiel nicht nur 38,81 Euro pro Monat für diese Tätigkeit extra zu zahlen“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Beruf des Fortbildners attraktiv gestalten

Bei den meisten Fortbildungen erhalten die Leitungen derzeit nur 38,81 Euro brutto pro Monat zusätzlich. Deshalb ist es oft schwer, dafür qualifizierte Personen zu finden, die Fluktuation ist groß. Die GEW setzt sich dafür ein, dass in allen Schularten der Beruf des Fortbildners attraktiv gestaltet wird und alle Fortbildner wie bei den Beruflichen Schulen und Gymnasien nach der Besoldungsgruppe A 15 zu bezahlen.

„Kultusministerin Susanne Eisenmann hat heute zu Recht von dringendem Handlungsbedarf gesprochen. Deshalb verstehe ich nicht, warum zusätzlich zu den strukturellen Veränderungen Lehrkräfte nicht schneller unterstützt werden. Neben fehlenden Fortbildungsangeboten sind Coaching und Supervision an unseren Schulen Fremdworte, weil dafür das Geld fehlt“, sagte Moritz.

Qualitätsentwicklung braucht Investitionen statt neue Strukturen

Die GEW erwartet im weiteren Reformprozess endlich Transparenz. „Die eingesetzten Arbeitsgruppen für die Erarbeitung des Konzepts durften nicht miteinander reden, von einer gemeinsamen Zusammenarbeit der 120 Akteure und Beteiligung der Betroffenen kann nicht die Rede sein. Die Landesregierung riskiert so, dass am 1. Januar 2019 vielleicht eine neue Struktur besteht, es aber noch Jahre dauern wird, bis in den Klassenzimmern davon etwas zu spüren ist. Der Erfolg der Reform hängt davon ab, ob für die Betroffenen ein Klima der Unterstützung oder der Kontrolle und Angst entsteht. Derzeit erlebe ich in meinen vielen Gesprächen in der Schulverwaltung, mit Fortbildnern und Lehrkräften eine große Verunsicherung“, sagte Moritz.

Die GEW hat auch Vorschläge für schnell wirkende Maßnahmen: „Jeder weiß, dass zum Beispiel der hohe Anteil von fachfremdem Unterricht insbesondere in den Grundschulen für schlechte Ergebnisse in Mathematik und Deutsch mitverantwortlich ist. Das ließe sich schnell ändern, wenn die Kultusministerium sich nicht wie in den vergangenen zehn Jahren weiter weigert, hier Fortbildungen anzubieten“, sagte Moritz.

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Schule LehrerInnenbildung Presse Baden-Württemberg
news-13984 Thu, 19 Apr 2018 13:18:29 +0200 Stellenabbau an beruflichen Schulen stoppen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/stellenabbau-an-beruflichen-schulen-stoppen/ Anlässlich des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg fordert die GEW von der Landesregierung, den geplanten Abbau von 600 Lehrerstellen zu streichen. Die Bildungsgewerkschaft GEW freut sich über den Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. „Hoffentlich bleibt es heute nicht bei Sonntagsreden. In diesem Jahr sollen nach den Plänen der Landesregierung 600 Lehrerstellen an den Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg wegfallen. Das versteht niemand.

Wir brauchen die Lehrerinnen und Lehrer dringend, auch für das Gelingen der Integration Geflüchteter und anderer Einwanderer. Die Digitalisierung ist auch ausbaufähig und an den Schulen sind bereits seit Schuljahresbeginn viele Planstellen nicht besetzt“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Etwa 70 Prozent der geflüchteten Jugendlichen haben weiterhin sprachliche Defizite und brauchen ausbildungsbegleitende Förderung in Deutsch. Trotzdem plant die Landesregierung, 305 der 705 Stellen für Sprachförderung zum 1. August 2018 auslaufen zu lassen. Weitere 301 Stellen sollen an andere Schularten oder ins Kultusministerium verlagert werden.

„Wir haben zwar einen leichten Schülerrückgang, aber gleichzeitig einen hohen Bedarf, um die Qualität zu verbessern. Bei sprudelnden Steuereinnahmen versteht niemand, warum hier gespart wird“, sagte Moritz.

Stellen erhalten für bessere Integration und Unterrichtsversorgung

„Baden-Württemberg, das von seinen internationalen Beziehungen profitiert, wird im Umgang mit den zu uns geflüchteten Menschen seiner Verantwortung nicht gerecht. Die Landesregierung hat bereits die Stundentafel für die Vorbereitungsklassen gekürzt und erkennt offenbar nicht, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene mehr Zeit und Unterstützung brauchen, um unsere Sprache zu lernen und in unserem Land richtig anzukommen.

Grüne und CDU gefährden dadurch den Erfolg der Integration und die Chance, damit auch etwas gegen den Fachkräftemangel zu tun. Alle Bildungseinrichtungen müssen so ausgestattet werden, dass Integration gelingen kann oder die Menschen, die später in ihre Herkunftsländer zurückkehren, dort mit einer guten Ausbildung zum Aufbau ihrer alten Heimat beitragen können“, sagte Moritz.

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Berufliche Bildung Schule Presse Baden-Württemberg
news-13977 Wed, 18 Apr 2018 16:18:43 +0200 TVöD-Tarifrunde gut abgeschlossen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/tvoed-tarifrunde-gut-abgeschlossen/ Die Verhandlungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind abgeschlossen. Die Warnstreiks haben Wirkung gezeigt und zu einem guten Ergebnis geführt. Im Schnitt erhalten die Beschäftigten rund 7,5 Prozent mehr Gehalt. Die Bildungsgewerkschaft GEW wertet das Tarifergebnis im öffentlichen Dienst als Erfolg und spricht auch von einem „Signal gegen den Fachkräftemangel.“

„Das gute Ergebnis ist nicht vom Himmel gefallen. Mein großer Dank gilt den vielen Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Warnstreiks beteiligt haben. Dass wir uns jetzt über ein gutes Ergebnis freuen können, ist zu großen Teilen ihr Verdienst“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

PiA-Ausbildung neu im Tarifvertrag

Der gute Lohnabschluss bringt den Beschäftigten im Schnitt rund 7,5 Prozent mehr Gehalt. Die Entgelte für den Sozial- und Erziehungsdienst steigen durchgängig um mindestens 7,3 Prozent. Ein weiterer wichtiger Erfolg ist auch, dass die Auszubildenden in Erziehungsberufen nach dem PiA-Modell (Praxisintegrierte Ausbildung) in den Geltungsbereich der Tarifverträge aufgenommen werden.

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Schulsozialarbeit Kita Tarif TVöD Presse Baden-Württemberg
news-13926 Sat, 14 Apr 2018 15:00:00 +0200 Bessere Grundfinanzierung ermöglicht freie Wissenschaft https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bessere-grundfinanzierung-ermoeglicht-freie-wissenschaft/ Die GEW unterstützt die Forderung des March for Science nach Freiheit von Forschung und Lehre. Die Bildungsgewerkschaft spricht sich vor allem für bessere Arbeitsbedingungen der Wissenschaftler/innen aus. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg spricht sich mit Blick auf den heutigen „March for Science“ für bessere Arbeitsbedingungen der Wissenschaftler/innen aus. „Die GEW unterstützt das Kernanliegen des weltweiten Marsches: Freiheit von Forschung und Lehre. Akademische Freiheit setzt aber auch angemessene Rahmenbedingungen für freie Forschung und Lehre und eine ausreichende Grundfinanzierung der Hochschulen voraus“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW, in Stuttgart.

Wenn 87 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen in Baden Württemberg mit einem Zeitvertrag abgespeist werden, bleibt das nicht ohne Folgen für die Kontinuität und Qualität sowie Kritik- und Innovationsfähigkeit wissenschaftlicher Arbeit. Wenn Hochschulen ihre Aufgaben in Forschung und Lehre nur noch erledigen können, solange sie erfolgreich Drittmittel einwerben und wenn ein Wirtschaftsunternehmen eine (oder wie zuletzt in Heilbronn gleich zwanzig) Professur(en) oder gar einen Lehrstuhl stiftet, kann von Freiheit der Wissenschaft und Forschung kaum gesprochen werden.

„Wir brauchen, damit die Wissenschaftsfreiheit garantiert ist, einen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen und mehr Dauerstellen für Daueraufgaben“, sagte Moritz.

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Wissenschaft Presse Baden-Württemberg
news-13906 Thu, 12 Apr 2018 15:25:52 +0200 Gute Bezahlung ist bestes Mittel gegen Fachkräftemangel https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gute-bezahlung-ist-bestes-mittel-gegen-fachkraeftemangel/ 12.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes, darunter auch viele Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen, haben sich am Warnstreik in vielen Städten und Gemeinden Baden-Württembergs beteiligt. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug. „Seit dem Jahr 2000 sind die Tariflöhne in Deutschland um 44,8 Prozent gestiegen, im öffentlichen Dienst nur um 40,6 Prozent. Warum wundern sich die Kommunen über der Fachkräftemangel? Ich kann das Gejammer mancher Bürgermeister nicht ernst nehmen, wenn sie sich nicht am Verhandlungstisch für ein deutliches Gehaltsplus einsetzen“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Die Bildungsgewerkschaft zieht eine positive Bilanz der Warnstreiks in dieser Woche in Baden-Württemberg. 12.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes, darunter auch viele Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen, beteiligen sich heute am Warnstreik in vielen Städten und Gemeinden. „Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug. Ohne eine satte Lohnsteigerung wird es in der nächsten Woche in Potsdam keine Einigung geben“, sagte Moritz.

Heute wurde unter anderem in Stuttgart und den umliegenden Landkreisen Ludwigsburg, Rems-Murr und Böblingen sowie in Ulm, Aalen und den Landkreisen Esslingen und Göppingen gestreikt.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber anders als in den vorrangegangen Tarifrunden kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 15. und 16. April in Potsdam fortgesetzt.

Mehr als 80.000 pädagogische Fachkräfte sind betroffen

In Baden-Württemberg gibt es 8.792 Kindertageseinrichtungen, in denen 100.644 Personen beschäftigt sind, davon knapp 85.710 als pädagogische Fachkräfte, die 424.464 Kinder betreuen und fördern (Statistisches Landesamt, Stand 2017). Die anderen Beschäftigten arbeiten als freigestellte Leitung, im Verwaltungsdienst und in der Hauswirtschaft.

42 Prozent der Kitas haben öffentliche Träger. Bei den Beschäftigten der freien Träger hat die Caritas mit 36 Prozent gefolgt von der Diakonie mit 30 Prozent den größten Anteil.

Das Ergebnis der Tarifrunde gilt direkt zwar nur für die Beschäftigten bei den Kommunen, wird in der Regel aber von den Kirchen und anderen freien Träger von Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen übernommen.

Milliardeneinnahmen ermöglichen Gehaltsplus

Das Geld für eine ordentliche Gehaltssteigerung ist da. Die Kommunen haben im letzten Jahr deutschlandweit mehr Einnahmen als Ausgaben verzeichnet. Und die Steuereinnahmen sprudeln weiter.

In der Novemberschätzung des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums wurden die Steuereinnahmen der Kommunen für 2017 gegenüber der Schätzung vom Mai um 1,8 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Das macht im Ergebnis für 2017 ein Plus von 6,7 Prozent. Für die nächsten drei Jahre wurde die Prognose um weitere zwölf Milliarden Euro angehoben. Laut Statistischem Bundesamt erzielten die Kommunen im Jahr 2017 einen Finanzüberschuss von 10,7 Milliarden Euro.

Bedarf an Erzieher/innen steigt weiter

Laut einer Prognose aus dem Jahr 2017 sind 2030 rund 816.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt. Einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2016 zufolge fehlen derzeit mindestens 110.000 Vollzeitstellen – bei der Kinderbetreuung, in den Finanzverwaltungen, bei der Polizei und im Schulbereich.

Bei den Kitas in Baden-Württemberg steigt der Bedarf an Erzieher/innen weiter. Die aktuellen Ausbildungszahlen reichen nur, um den Ersatzbedarf bis 2025 zu decken, aber nicht um das zusätzliche Personal für den dringend notwendigen weiteren Ausbau des Kita-Angebots zu gewinnen.

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Schulsozialarbeit Kita Tarif TVöD Presse Baden-Württemberg
news-13884 Tue, 10 Apr 2018 18:04:48 +0200 Neue Warnstreikwoche startet mit großer Beteiligung https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/neue-warnstreikwoche-startet-mit-grosser-beteiligung/ Die für nach Ostern angekündigte Warnstreikwoche hat mit großer Beteiligung begonnen. In Mittel- und Südbaden demonstrierten mehr als 4.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes für eine Lohnsteigerung. Über 4.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes, darunter auch viele Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen, beteiligen sich heute am Warnstreik in vielen Städten und Gemeinden in Mittel- und Südbaden. „Heute ist ein guter Tag. Die Beschäftigten stehen hinter der gewerkschaftlichen Forderung, das ist eindeutig. Die Arbeitgeber sollten die Signale richtig deuten. Ohne eine satte Lohnsteigerung, wird es in der nächsten Woche keine Einigung geben“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Karlsruhe.

Die Streiks werden in den nächsten beiden Tagen fortgesetzt. Am Mittwoch (11. April) wird in Heidelberg und Mannheim, in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen sowie in Heilbronn und anderen Städten in Nordwürttemberg gestreikt. Kundgebungen wird es in Mannheim, Heilbronn und Reutlingen geben. Am Donnerstag (12. April) macht Stuttgart mit den umliegenden Landkreisen Ludwigsburg, Rems-Murr und Böblingen mit einer zentralen Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz den Abschluss. Ebenfalls gestreikt wird an diesem Tag unter anderem in Ulm, Aalen und den Landkreisen Esslingen und Göppingen.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber anders als in den vorrangegangen Tarifrunden kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 15. und 16. April in Potsdam fortgesetzt.

Mehr als 80.000 pädagogische Fachkräfte sind betroffen

In Baden-Württemberg gibt es 8.792 Kindertageseinrichtungen, in denen 100.644 Personen beschäftigt sind, davon knapp 85.710 als pädagogische Fachkräfte, die 424.464 Kinder betreuen und fördern (Statistisches Landesamt, Stand 2017). Die anderen Beschäftigten arbeiten als freigestellte Leitung, im Verwaltungsdienst und in der Hauswirtschaft.

42 Prozent der Kitas haben öffentliche Träger. Bei den Beschäftigten der freien Träger hat die Caritas mit 36 Prozent gefolgt von der Diakonie mit 30 Prozent den größten Anteil.

Das Ergebnis der Tarifrunde gilt direkt zwar nur für die Beschäftigten bei den Kommunen, wird in der Regel aber von den Kirchen und anderen freien Träger von Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen übernommen.

Milliardeneinnahmen ermöglichen Gehaltsplus

Das Geld für eine ordentliche Gehaltssteigerung ist da. Die Kommunen haben im letzten Jahr deutschlandweit mehr Einnahmen als Ausgaben verzeichnet. Und die Steuereinnahmen sprudeln weiter.

In der Novemberschätzung des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums wurden die Steuereinnahmen der Kommunen für 2017 gegenüber der Schätzung vom Mai um 1,8 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Das macht im Ergebnis für 2017 ein Plus von 6,7 Prozent. Für die nächsten drei Jahre wurde die Prognose um weitere zwölf Milliarden Euro angehoben. Laut Statistischem Bundesamt erzielten die Kommunen im Jahr 2017 einen Finanzüberschuss von 10,7 Milliarden Euro.

Bedarf an Erzieher/innen steigt weiter

Laut einer Prognose aus dem Jahr 2017 sind 2030 rund 816.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt. Einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2016 zufolge fehlen derzeit mindestens 110.000 Vollzeitstellen – bei der Kinderbetreuung, in den Finanzverwaltungen, bei der Polizei und im Schulbereich.

Bei den Kitas in Baden-Württemberg steigt der Bedarf an Erzieher/innen weiter. Die aktuellen Ausbildungszahlen reichen nur, um den Ersatzbedarf bis 2025 zu decken, aber nicht um das zusätzliche Personal für den dringend notwendigen weiteren Ausbau des Kita-Angebots zu gewinnen.

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Schulsozialarbeit Kita Tarif TVöD Presse Baden-Württemberg
news-13870 Mon, 09 Apr 2018 10:11:00 +0200 Weitere Warnstreiks im ganzen Land https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/weitere-warnstreiks-im-ganzen-land/ Die Gewerkschaften erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber. Mit zahlreichen Warnstreiks in den nächsten Tagen kämpfen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für eine deutliche reale Einkommenssteigerung. Die Bildungsgewerkschaft GEW rechnet mit einer hohen Beteiligung an den Warnstreiks im öffentlichen Dienst in dieser Woche. „Unsere Mitglieder in den Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen werden in den nächsten Tagen noch einmal eine Schippe drauflegen und gemeinsam mit den Mitgliedern von ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes vor der Verhandlungsrunde am 15./16. April Druck machen. Die Arbeitgeber klagen über den Fachkräftemangel in Kitas, sind aber trotz voller Kassen nicht bereit, die Bezahlung deutlich zu verbessern. Wir brauchen einen Abschluss, der den Beschäftigten eine deutliche reale Einkommenssteigerung bringt und signalisiert, dass sich im öffentlichen Dienst gutes Geld verdienen lässt“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Am Dienstag (10. April) werden Städte und Kommunen in Mittelbaden und Südbaden bestreikt. Die zentrale Kundgebung findet in Karlsruhe statt. Am Mittwoch (11. April) wird in Heidelberg und Mannheim, in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen sowie in Heilbronn und anderen Städten in Nordwürttemberg gestreikt. Kundgebungen wird es in Mannheim, Heilbronn und Reutlingen geben. Am Donnerstag (12. April) macht Stuttgart mit den umliegenden Landkreisen Ludwigsburg, Rems-Murr und Böblingen mit einer zentralen Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz den Abschluss. Ebenfalls gestreikt wird an diesem Tag unter anderem in Ulm, Aalen und den Landkreisen Esslingen und Göppingen.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber anders als in den vorrangegangen Tarifrunden kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 15. und 16. April in Potsdam fortgesetzt.

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news-13817 Fri, 23 Mar 2018 13:21:59 +0100 Warnstreikwoche erfolgreich abgeschlossen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/warnstreikwoche-erfolgreich-abgeschlossen/ Die Streikwoche im Südwesten hat gezeigt, dass die Arbeitgeber mit ihrer Blockadehaltung am Verhandlungstisch nicht durchkommen. Die GEW empfiehlt den Arbeitgebern, Ostern zur Besinnung zu nutzen. Die Bildungsgewerkschaft GEW in Baden-Württemberg zeigt sich mehr als zufrieden mit der Streikwoche im Südwesten. „Unsere Mitglieder haben sich von Regen, Schnee und Kälte in dieser Woche nicht vom Streiken abhalten lassen. Sie haben zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen von ver.di klar gemacht, dass die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung am Verhandlungstisch aufgeben sollten. Ich kann den Arbeitgebern nur empfehlen, sich über Ostern zu besinnen und endlich ein Angebot vorzulegen. Die Streiks heute sind ein prima Wochenabschluss“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Heute wurde unter anderem in Kitas in Stuttgart, im Ostalbkreis und in Schwäbisch Gmünd gestreikt. In Karlsruhe wurde die ganze Stadt bestreikt. Dort haben sich viele Kolleginnen und Kollegen aus Kindertagesstätten und anderen Jugendhilfeeinrichtungen beteiligt, viele Kitas blieben geschlossen.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber anders als in den vorrangegangen Tarifrunden kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 15. und 16. April in Potsdam fortgesetzt.

Tarifrunde betrifft über 80.000 pädagogische Fachkräfte

In Baden-Württemberg gibt es 8.792 Kindertageseinrichtungen, in denen 100.644 Personen beschäftigt sind, davon knapp 85.710 als pädagogische Fachkräfte, die 424.464 Kinder betreuen und fördern (Statistisches Landesamt, Stand 2017). Die anderen Beschäftigten arbeiten als freigestellte Leitung, im Verwaltungsdienst und in der Hauswirtschaft.

42 Prozent der Kitas haben öffentliche Träger. Bei den Beschäftigten der freien Träger hat die Caritas mit 36 Prozent gefolgt von der Diakonie mit 30 Prozent den größten Anteil.

Das Ergebnis der Tarifrunde gilt direkt zwar nur für die Beschäftigten bei den Kommunen, wird in der Regel aber von den Kirchen und anderen freien Träger von Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen übernommen.

Milliardeneinnahmen ermöglichen Gehaltsplus

Das Geld für eine ordentliche Gehaltssteigerung ist da. Die Kommunen haben im letzten Jahr deutschlandweit mehr Einnahmen als Ausgaben verzeichnet. Und die Steuereinnahmen sprudeln weiter.

In der Novemberschätzung des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums wurden die Steuereinnahmen der Kommunen für 2017 gegenüber der Schätzung vom Mai um 1,8 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Das macht im Ergebnis für 2017 ein Plus von 6,7 Prozent. Für die nächsten drei Jahre wurde die Prognose um weitere zwölf Milliarden Euro angehoben. Laut Statistischem Bundesamt erzielten die Kommunen im Jahr 2017 einen Finanzüberschuss von 10,7 Milliarden Euro.

Bedarf an Erzieher/innen steigt weiter

Laut einer Prognose aus dem Jahr 2017 sind 2030 rund 816.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt. Einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2016 zufolge fehlen derzeit mindestens 110.000 Vollzeitstellen – bei der Kinderbetreuung, in den Finanzverwaltungen, bei der Polizei und im Schulbereich.

Bei den Kitas in Baden-Württemberg steigt der Bedarf an Erzieher/innen weiter. Die aktuellen Ausbildungszahlen reichen nur, um den Ersatzbedarf bis 2025 zu decken, aber nicht um das zusätzliche Personal für den dringend notwendigen weiteren Ausbau des Kita-Angebots zu gewinnen.

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Schulsozialarbeit Kita Tarif TVöD Presse Baden-Württemberg
news-13775 Mon, 19 Mar 2018 09:21:39 +0100 Warnstreiks jetzt auch verstärkt in Baden-Württemberg https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/warnstreiks-jetzt-auch-verstaerkt-in-baden-wuerttemberg/ Gute öffentliche Dienstleistungen gibt es nicht für umsonst. Deshalb senden die Gewerkschaften mit vielen regionalen Warnstreiks ein klares Zeichen an die Arbeitgeberseite. Die GEW in Baden-Württemberg nennt das Verhalten der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde eine Provokation. „Nach zwei Runden immer noch kein Angebot vorzulegen, ist schlechter Stil und angesichts der Überschüsse in den öffentlichen Haushalten eine Provokation der Beschäftigten. Die Beschäftigten in den Kitas und im gesamten öffentlichen Dienst stemmen täglich neue Herausforderungen und leisten einen enormen Beitrag für unser Gemeinwesen. Die Verweigerung eines eigenen Angebotes ist eine Geringschätzung der Arbeit und verschärft den Nachwuchsmangel in vielen Bereichen“, sagte am Sonntag, den 18. März 2018, Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg.

Mit vielen regionalen Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet werden die Gewerkschaften auch in Baden-Württemberg in dieser Woche ein klares Zeichen an die Arbeitgeberseite senden, dass öffentliche Dienstleistungen nicht für umsonst zu haben sind.

An den Warnstreiks, werden sich viele bei ver.di und in der GEW organisierte Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen und andere pädagogische Fachkräfte in den kommunalen Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen beteiligen. Schwerpunkte der Streiks in Baden-Württemberg liegen am Montag, den 19. März 2018, in Stuttgart und Rastatt. Am Dienstag, den 20. März 2018, geht es dann unter anderem in den Landkreisen Tübingen und Reutlingen sowie der Stadt Pforzheim weiter. Im weiteren Verlauf der Woche werden sich Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes unter anderem in Esslingen (am 21. März 2018) und Göppingen (am 22. März 2018) sowie den umliegenden Gemeinden an den Warnstreiks beteiligen. Auch am Freitag ist die Streikwahrscheinlichkeit hoch.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber anders als in den vorrangegangen Tarifrunden kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 15. und 16. April in Potsdam fortgesetzt.

Über 80.000 pädagogische Fachkräfte betroffen

In Baden-Württemberg gibt es 8.792 Kindertageseinrichtungen, in denen 100.644 Personen beschäftigt sind, davon knapp 85.710 als pädagogische Fachkräfte, die 424.464 Kinder betreuen und fördern (Statistisches Landesamt, Stand 2017). Die anderen Beschäftigten arbeiten als freigestellte Leitung, im Verwaltungsdienst und in der Hauswirtschaft. 42 Prozent der Kitas haben öffentliche Träger. Bei den Beschäftigten der freien Träger hat die Caritas mit 36 Prozent gefolgt von der Diakonie mit 30 Prozent den größten Anteil.

Das Ergebnis der Tarifrunde gilt direkt zwar nur für die Beschäftigten bei den Kommunen, wird in der Regel aber von den Kirchen und anderen freien Trägern von Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen übernommen.

Milliardeneinnahmen ermöglichen Gehaltsplus

Das Geld für eine deutliche Gehaltssteigerung ist da. Die Kommunen haben im letzten Jahr deutschlandweit mehr Einnahmen als Ausgaben verzeichnet. Und die Steuereinnahmen sprudeln weiter. In der Novemberschätzung des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums wurden die Steuereinnahmen der Kommunen für 2017 gegenüber der Schätzung vom Mai um 1,8 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Das macht im Ergebnis für 2017 ein Plus von 6,7 Prozent. Für die nächsten drei Jahre wurde die Prognose um weitere zwölf Milliarden Euro angehoben. Laut Statistischem Bundesamt erzielten die Kommunen im Jahr 2017 einen Finanzüberschuss von 10,7 Milliarden Euro.

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Schulsozialarbeit Kita Tarif TVöD Presse Baden-Württemberg
news-13719 Mon, 12 Mar 2018 17:17:16 +0100 Schulleitungen besser bezahlen und entlasten https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schulleitungen-besser-bezahlen-und-entlasten/ Die Schulleitungen im Land benötigen für gute Bildung mehr Unterstützung. Deshalb hat GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz auf der GEW-Schulleitungstagung in Stuttgart eine Verbesserung der Situation von Führungskräften in Schulen gefordert. Auf der landesweiten GEW-Schulleitungstagung im Stuttgarter DGB-Haus wurde deutlich, dass die Schulleitungen für gute Bildung in den Klassenzimmern mehr Unterstützung benötigen.

„Stärkung für die inhaltlichen Anforderungen, mehr Anrechnungen für Leitungsaufgaben, Verwaltungsassistenz und eine höhere Besoldung: Das sind die Bereiche, in denen es für Schulleitungen vorwärts gehen muss. Sie sind zentrale Punkte auf dem Weg der Qualitätsentwicklung. Der größte Verbesserungsbedarf besteht an den kleinen Schulen. Dass Schulleitungen an Schulen mit bis zu 180 Schülern nur 168 Euro brutto mehr bekommen als die Lehrkräfte dieser Schulen, ist ein inakzeptabler Umgang mit Führungskräften. Die Verbesserung der Situation der Schulleitungen kostet Geld und sie kostet Lehrerwochenstunden. Beides ist gut investiert, weil gute Schulleitungen der Grundpfeiler für gute Arbeit an den Schulen sind“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor rund 300 Schulleitungsmitgliedern aus allen Schularten aus ganz Baden-Württemberg.

Keine weitere Mehrbelastung für Lehrerinnen und Lehrer

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) kündigte auf der Tagung an, dass in den kommenden Wochen das Konzept zur Reform der Schulverwaltung und der Lehrerfortbildung der Öffentlichkeit vorgestellt werde. Sie versprach, dass für Lehrkräfte und Schulleitungen dadurch keine neuen Belastungen entstehen würden, sondern die Schulen durch bessere Beratung und Unterstützung profitieren könnten.

GEW-Chefin Moritz wies darauf hin, dass Reformprozesse so ausgestattet werden müssen, dass sie einen Gewinn für die Schüler/innen darstellen und Lehrerinnen und Lehrer ohne weitere Mehrbelastung erfolgreich sein können. „In der Vergangenheit haben die Lehrkräfte keine guten Erfahrungen damit gemacht. Die Streichung von Lehrerfortbildungsmitteln durch Grüne und CDU im vergangenen Jahr ist kein gutes Vorzeichen dafür, dass die anstehenden Reformen seriös geplant und umgesetzt werden sollen“, sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft wehrt sich gegen neue Tests und zentrale Klassenarbeiten, die das Kultusministerium unter anderem für die Grundschulen plant. „Das Ziel Qualitätsentwicklung und nicht die Kontrolle muss im Mittelpunkt stehen. Datengestützte Schulentwicklung hat einen Bezug auf die Einzelschule und blendet den sozioökonomischen Zusammenhang nicht aus. Tests und zentrale Klassenarbeiten helfen bei der Qualitätsentwicklung allerdings nicht weiter. Da helfen Unterricht, der stattfindet, gute Fördermaßnahmen und gute Fortbildungsangebote“, sagte Moritz.

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Schule Bildungsqualität Presse Baden-Württemberg
news-13702 Fri, 09 Mar 2018 15:16:52 +0100 Lehrkräfte leisten 50.000 unbezahlte Überstunden pro Woche https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/lehrkraefte-leisten-50000-unbezahlte-ueberstunden-pro-woche/ Die GEW fordert, die Unterrichtsverpflichtung an Gymnasien zu senken. Die Lehrerinnen und Lehrer seien am Limit. Das teilte Landesvorsitzende Doro Moritz bei einer Tagung der Gymnasiallehrkräfte mit. Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung an Gymnasien ein. „Die Arbeitszeitstudie für Gymnasiallehrkräfte in Niedersachsen lässt sich auch auf Baden-Württemberg übertragen. Die Überstundenberge in den Gymnasien wachsen, viele Lehrerinnen und Lehrer sind am Limit. Wir brauchen eine Senkung des Deputats und Anrechnungsstunden für die vielfältigen Aufgaben, die an den Gymnasien zu stemmen sind“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW. Anlass ist eine landesweite GEW-Tagung für Gymnasiallehrkräfte in Stuttgart.

Eine repräsentative mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführte Arbeitszeitstudie der GEW bestätigt für niedersächsische Gymnasiallehrkräfte 50.000 unbezahlte Überstunden pro Woche. 19 Prozent der Lehrkräfte haben Arbeitswochen, die länger als 48 Stunden sind und Teilzeitkräfte sind besonders belastet. Die Arbeitszeit hängt eng mit der Qualität der Arbeit zusammen und ist ein Faktor für die Attraktivität des Lehrerberufs.

Kooperatives, problemlösendes Arbeiten gewinnt an Bedeutung

Die GEW begrüßt bei der geplanten Reform der gymnasialen Oberstufe die Rückkehr zu Leistungskursen und die Einrichtung von Basiskursen in den sogenannten Kernkompetenzfächern. Kritisch sieht die GEW die fehlende Stärkung der Gesellschaftswissenschaften in der Kursstufe.

Prof. Dr. Anne Sliwka, UNI Heidelberg, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass sich gerade die Oberstufe des Gymnasiums stärker an die Anforderungen der Lebens- und Berufswelt orientieren müsse: „Kooperatives, problemlösendes Arbeiten gewinnt an Bedeutung.“ Es reiche nicht aus, Wissen zu erwerben. Kompetenz bestehe darin, Wissen anwenden zu können. Aufgabe der Lehrkräfte müsse es deshalb sein, Lehrer und Lernbegleiter zu sein, um Prozesse der kooperativen Lernens, Selbststeuerung und Kritikfähigkeit zu stärken.

Die GEW-Landesvorsitzende berichtete auf der Tagung, dass die GEW in den Gymnasien wie auch in allen Schularten und Bildungsbereichen seit Jahren steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen hat. Mit 50.000 Mitgliedern ist die Bildungsgewerkschaft die größte bildungspolitische Interessenvertretung in Baden-Württemberg.

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Schule Presse Baden-Württemberg
news-13693 Thu, 08 Mar 2018 16:41:04 +0100 Frauen in der Bildung verdienen zu wenig https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/frauen-in-der-bildung-verdienen-zu-wenig/ Je mehr Frauen in Bildungseinrichtungen arbeiten, desto geringer ist die Bezahlung. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März fordert die GEW, Kita-Fachkräfte und Grundschullehrer/innen endlich besser zu bezahlen. „Wir brauchen eine Aufwertung der Arbeitsplätze, auf denen überwiegend Frauen arbeiten. Dazu gehört zuerst eine bessere Bezahlung in den Kitas und der Grundschullehrerinnen nach A13. Wir brauchen auch mehr Frauen auf den Lehrstühlen an Hochschulen“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW. Anlass ist der Internationale Weltfrauentag am 8. März.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Baden-Württemberg zählt mit 72 Prozent Frauen unter ihren Mitgliedern zu den politischen Interessenvertretungen mit dem höchsten Frauenanteil im Land. Die GEW-Chefin Moritz macht sich dafür stark, dass in allen Bildungsberufen die Arbeitsbedingungen verbessert werden: „An den Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Hochschullehrkräften mit bundesweit 23,4 Prozent immer noch katastrophal niedrig. Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten leiden trotz durch Streik erkämpfter Verbesserungen in den vergangenen Jahren immer noch unter einer unangemessen niedrigen Bezahlung. In den Schulen sinkt der Anteil der Frauen mit der Höhe der Besoldung“, sagte Moritz.

Im Vergleich der Schularten haben die Grundschulen den höchsten Frauenanteil. „Es gibt kein Argument, warum die herausfordernde Arbeit in den Grundschulen und auch in den Haupt-/Werkrealschulen mit A12 schlechter bezahlt wird als in allen anderen Schularten, in denen Lehrkräfte mit A13 eingestellt werden“, sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich auch für ein neues Landtagswahlrecht ein und unterstützt den Vorschlag des Landesfrauenrats, in Baden-Württemberg ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht mit Landeslisten einzuführen. Petra Kilian, stellvertretende GEW-Vorsitzende im Land, nimmt heute an der Smartmob-Aktion des Landesfrauenrats „Den Landtag in Bewegung bringen – Wahlrechtsreform jetzt!“ in Stuttgart teil.

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Gleichstellung Presse Baden-Württemberg
news-13687 Wed, 07 Mar 2018 17:07:00 +0100 Kleine Fortschritte im neuen Hochschulrecht https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/kleine-fortschritte-im-neuen-hochschulrecht/ Die GEW begrüßt die Einrichtung eines „Tenure Track“ und eines eigenen Status für Doktorand/innen im Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts. Kritisch sieht die GEW jedoch die verpflichtende Einschreibung als Doktorand/innen. Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Einrichtung eines „Tenure Track“ im Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts (HRWeitEG), um verlässliche Perspektiven für promovierte Wissenschaftler/innen (Postdocs) zu schaffen.

„Um das zu erreichen, müssen die Hochschulen eine vorausschauende Personalplanung betreiben und den Anteil der unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse wieder deutlich erhöhen. Nur dann können sie ihre Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Management mit der erforderlichen Kontinuität und Qualität erledigen. Wir begrüßen die Einführung eines eigenen Status für Doktorand/innen. Der Status ist mit verbesserten Mitwirkungsrechten an der akademischen Selbstverwaltung verbunden und bietet ihnen die Möglichkeit, sich in Hochschulgremien gezielt für ihre spezifischen Anliegen Gehör zu verschaffen“, sagte am Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Bildungsgewerkschaft begrüßt, dass Hochschulen mit Promotionsrecht in Zukunft Hochschullehrer/innen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), mit denen sie in Promotionsverfahren zusammenarbeiten, befristet an Universitäten assoziieren können. „Promotionsinteressierte Hochschulabsolvent/innen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften müssen eine Reihe von Hürden auf dem Weg zum Doktortitel überwinden. Entsprechend gering ist die Zahl promovierter Hochschulabsolvent/innen. Die Kooperationen mit Universitäten sollten sich nicht auf Fächer beschränken, die nur für Universitäten von Interesse sind. Für die Assoziierung sollten verbindliche Vereinbarungen getroffen werde“, so Moritz.

Verpflichtende Einschreibung ist ein Problem

Kritisch sieht die GEW die verpflichtende Einschreibung als Doktorand/innen. Eine Statistik über persönliche Betreuung, angemessene Arbeitsumgebung, Verlässlichkeit und Promotionsdauer kann auch ohne Zwangseinschreibung geführt werden. „Wir sollten aufpassen, dass die Promotion nicht übermäßig verschult wird. Promovieren kann man auf ganz verschiedene Arten: klassisch, extern, kumuliert, gefördert über ein Stipendium oder auf eine Mittelbaustelle. Die verpflichtende Einschreibung ist gerade für externe Doktorand/innen, die nebenberuflich promovieren, ein Problem“, so Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich weiterhin uneingeschränkt für eine starke studentische Selbstverwaltung mit einem allgemeinpolitischen Mandat ein. „Studierende brauchen Orte, um sich kritisch mit aktuellen politischen Themen auseinanderzusetzen, an der politischen Willensbildung mitzuwirken und sich am gesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen“, so Moritz.

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Wissenschaft Presse Baden-Württemberg
news-13616 Wed, 28 Feb 2018 11:12:40 +0100 Lehrerreserve sofort ausbauen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/lehrerreserve-sofort-ausbauen/ Die GEW fordert von der Landesregierung einen schnellen Ausbau der Vertretungsreserve. In der ständigen Lehrerreserve sind zur Zeit 1.666 Stellen, gleichzeitig gibt es jedoch pro Schuljahr 6.000 bis 7.000 langfristige Ausfälle. „Die Steuereinnahmen sprudeln. Niemand versteht, warum die Kürzung der Lehrerfortbildungsmittel durch Grüne und CDU nicht sofort zurückgenommen und angesichts des Unterrichtsausfalls die Vertretungsreserve schnell ausgebaut wird. In Schularten, in denen kein Lehrermangel herrscht, könnte die Vertretungsreserve sofort ausgebaut werden. Für die Grundschulen brauchen wir als Übergangslösung Geld für ein anspruchsvolles Qualifizierungsprogramm für andere Lehrämter und Quereinsteiger. Die bisher eingeführte unzureichende Qualifizierung für Gymnasiallehrkräfte darf nicht die einzige Maßnahme bleiben“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW.

Die GEW erwartet von der Landesregierung einen zügigen Ausbau der Vertretungsreserve. „Wir haben für viele Fächer in den weiterführenden Schulen genug Bewerberinnen und Bewerber auf dem Arbeitsmarkt. Es ist angesichts der vielen Ausfälle längst überfällig, die feste Vertretungsreserve mit zusätzlichen Planstellen auszubauen und für eine bessere Unterrichtsversorgung an Haupt-/Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien zu sorgen“, sagte Moritz.

GEW macht sich für Nachtragshaushalt Bildung stark

In der ständigen Lehrerreserve sind 1.666 Stellen, gleichzeitig gibt es pro Schuljahr 6.000 bis 7.000 Lehrkräfte, die längere Zeit ausfallen, die meisten aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit. Grüne und SPD hatten sich 2011 auf einen Ausbauplan geeinigt und wollten jährlich die Lehrerreserve um 200 Stellen ausbauen. Der Ausbauplan wurde nach zwei Jahren wieder eingestellt, obwohl die Zahl der Ausfälle weiter steigt. „Was spricht dagegen, diesen Ausbauplan sofort wieder aufzunehmen? Seitdem ist die Zahl der jungen Lehrkräfte, die Kinder bekommen, weiter gewachsen und die Zahl der Ausfälle steigt kontinuierlich“, sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft weist daraufhin, dass die Stichprobe zum Unterrichtsausfall nur die „Spitze des Eisbergs“ ist. „Wir haben zum Beispiel die verlässliche Grundschule. In der Statistik stehen 1,1 Prozent Ausfall für die Klassen 1 bis 4, aber in der Realität werden Klassen zusammengelegt und regulärer Unterricht kann nicht stattfinden. Es wird auch nicht erfasst, wenn Schulen bereits zu Beginn des Schuljahres Pflichtunterricht kürzen oder für die gestiegenen Herausforderungen und Aufgaben zu wenige Lehrkräfte in den Klassenzimmern stehen“, sagte Moritz.

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Presse Baden-Württemberg
news-13460 Fri, 09 Feb 2018 13:05:34 +0100 Lehrermangel: Notlösungen alleine reichen nicht https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/lehrermangel-notloesungen-alleine-reichen-nicht/ GEW: Verkürzung der Qualifizierung macht das Angebot nicht attraktiver (Zumeldung PM Kultusministerium, 09.02.18, Lehrergewinnung) Presse Baden-Württemberg news-13435 Wed, 07 Feb 2018 12:56:24 +0100 Schülerzahlen werden weiter steigen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schuelerzahlen-werden-weiter-steigen/ GEW: Mehr Studienplätze für Grundschul- und Sonderpädagogik (Zumeldung Stat. Landesamt., 07.02.18, Schülerzahlen) Stuttgart – Die  Bildungsgewerkschaft  GEW  macht  sich  für  einen  weiteren  Ausbau  der
Studienplätze für Grundschul- und Sonderpädagogik stark.

„Die Lehrerbedarfsprognose Grundschulen für Baden-Württemberg zeigt, dass bis 2030 die Zahl der
Kinder in den Grundschulen und in der Folge auch in den weiterführenden Schularten ansteigen wird.
Kein Mensch versteht, warum wir mangels Studienplätzen für das Grundschul- lehramt einen hohen NC
haben und an unseren Schulen 500 Lehrerstellen unbesetzt bleiben. CDU und Grüne haben jetzt die
Verantwortung, auch über den nächsten Wahltermin 2021 hinaus zu denken und die Weichen für gute
Bedingungen in unseren Klassenzimmern bis 2030 zu stellen“, sagte am Mittwoch (07.02.) in Stuttgart
Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Nach
GEW-Informationen wird es neben dem Lehrermangel in Grundschulen, in Beruflichen Schulen und der
Sonderpädagogik im Sommer 2018 auch schwierig werden, alle freien Stellen in
Haupt-/Werkrealschulen, Gemein- schaftsschulen und Realschulen zu besetzen.

Im Oktober haben etwa 2.000 Studierende ein Lehramtsstudium an einer PH begonnen, darunter gut
1.000 angehende Grundschullehrkräfte. Die Landesregierung will nur 200 neue Studienplätze schaffen,
benötigt werden aber nach der Studie  des Bildungswissenschaftlers Prof. Klaus Klemm weitere
200-300. Auch für die Sonderpädagogik müsse die Anzahl der Studienplätze erhöht werden. Klemm ist
auch Mitautor der bundesweiten Bertelsmann-Studie zum Lehrerbedarf. Die 2017 vorgestellte Studie
zum Lehrerbedarf an Grundschulen geht von einem Anstieg der Schülerzahlen an öffentlichen und
privaten Grundschulen in Baden-Würt- temberg um etwa 45.000 Kinder bis zum Jahr 2030 aus. „Mit der
Verweigerung zusätzliche Studienplätze zementiert die Landesregierung die schlechten Bedingungen an
den Grund- schulen, in der Inklusion und an SBBZ“, sagte Moritz.

„Kultusministerin Susanne Eisenmann ist mit dem Versprechen angetreten, die Qualität in den Schulen
zu verbessern. Tatsächlich erleben insbesondere die Lehrkräfte an den Grundschulen derzeit, dass
Stellen nicht besetzt werden, Klassen zusammengelegt werden, keine ausreichen- den
Fortbildungsangebote vorhanden sind und ihnen eine bessere Bezahlung wie den Lehr- kräften in den
anderen Schularten verweigert wird. Wer den Unterricht besser machen will, muss zuerst dafür
sorgen, dass er auch stattfindet“, sagte Moritz.

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Presse Baden-Württemberg
news-13372 Thu, 01 Feb 2018 16:46:15 +0100 Nachtragshaushalt gegen Lehrermangel https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/nachtragshaushalt-gegen-lehrermangel/ GEW: Mehr Studienplätze – Fortbildungen ausbauen – Vertretungsreserve erhöhen Presse Baden-Württemberg news-13297 Wed, 24 Jan 2018 13:05:33 +0100 An allen Schulen allen Kindern und Jugendlichen gerecht werden https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/an-allen-schulen-allen-kindern-und-jugendlichen-gerecht-werden-2/ Hohe Herausforderung für Gemeinschaftsschulen – mehr Fortbildungen nötig (Zumeldung zur PM des Kultusministeriums vom 24.01.18 zu Übergangsquoten) Presse Baden-Württemberg news-13190 Fri, 12 Jan 2018 13:16:42 +0100 Bildungspolitik: Zurück ins letzte Jahrtausend? https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bildungspolitik-zurueck-ins-letzte-jahrtausend/ GEW: „Eigentlich fehlt nur noch die Forderung nach Einführung der Prügelstrafe“ Presse Baden-Württemberg news-13178 Wed, 10 Jan 2018 15:33:47 +0100 Landeshochschulgesetz: Mehr Demokratie an Hochschulen? https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/landeshochschulgesetz-mehr-demokratie-an-hochschulen/ (Zumeldung PM Wissenschaftsmin., 10.01., Nr. 05/18) GEW: Anteil der unbefristeten Stellen erhöhen Wissenschaft Presse Baden-Württemberg news-13168 Mon, 08 Jan 2018 15:17:11 +0100 3.000 Hauptschullehrkräfte auf dem Abstellgleis https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/3000-hauptschullehrkraefte-auf-dem-abstellgleis/ Aktion an Stuttgarter Haupt-/Werkrealschule: 3.000 Hauptschullehrkräfte auf dem Abstellgleis Gruppen-Versetzungsantrag: Ein Drittel der Lehrer/innen will die Schule verlassen Presse Baden-Württemberg news-13090 Fri, 15 Dec 2017 11:47:21 +0100 GEW: Landesregierung präsentiert geschönte Zahlen – nur 103 neue Stellen https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-landesregierung-praesentiert-geschoente-zahlen-nur-103-neue-stellen/ Landtag diskutiert Haushalt des Kultusministeriums: Schulterklopfen im Landtag, Unterrichtsausfall in den Schulen Presse Baden-Württemberg