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Zur Landtagswahl 2016

Der GEW-Kreis Stuttgart fragt die Kandidaten des Wahlkreises Stuttgart

Sie kandidieren in der Stadt Stuttgart für einen Sitz im Landtag Baden-Württemberg. Bildung ist eine landeshoheitliche Aufgabe, deshalb möchten wir als Bildungsgewerkschaft GEWerkschaft Erziehung und Wissenschaft  Kreis Stuttgart Ihnen dazu einige Fragen stellen 
und  Sie um eine baldige Stellungnahme bitten.  

  1.  Nach dem Ausbau an Kindertagesplätzen ist es nun Zeit, sich an eine Verbesserung der Strukturqualität zu machen. Wie sind Ihre Vorstellungen die strukturelle Qualität in den Einrichtungen zu sichern und zu verbessern? Inwiefern unterstützen Sie die Forderung nach einem Bundeskindertagesqualitätsgesetz? 
  2. Der Ausbau von Ganztagsschulen in offener und gebundener Form ist auch in Zukunft ein Ziel der Bildungspolitik.  Unterstützen Sie es, dass Ganztagsschulen eine entsprechende Ausstattung räumlicher und personeller Art erhalten? Setzen Sie sich dafür ein, dass an Ganztagsschulen aus Landesmittel finanzierte,  sozialpädagogisch ausgebildete Beschäftigte eingestellt werden? Setzen Sie sich für Anträge und  Genehmigungen von Gymnasien und Realschulen auf eine Ganztagesschule in gebundener Form ein?   
  3. Die Unterzeichnerstaaten der  UN-Konvention Artikel 24  anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderung auf Chancengleichheit und gewährleisten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen. Dies wurde in Baden-Württemberg am 1. August 2015 in das Schulgesetz aufgenommen. Es besteht ein akuter Mangel an ausgebildeten Sonderschullehrkräften. Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht notwendig, dass zeitnah Sonderschullehrkräfte im Tandem an allen allgemein bildenden Schulen eingesetzt werden? 
  4. Die GEWerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass in Baden-Württemberg eine Schule für alle realisiert wird. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschulen ist der erste Schritt gemacht worden. Unterstützen Sie diese bildungspolitische Weiterentwicklung? 
  5. Wie ist inklusive Bildung bei einem Klassenteiler von momentan 28 SchülerInnen an den Grund- und Gemeinschaftsschulen und 30 SchülerInnen an den weiterführenden Schulen mit dem Ziel des individuellen Lernens und Förderns einlösbar? 
  6. Schulsozialarbeit ist vielerorts  Bestandteil der schulischen Bildung. An zahlreichen allgemein bildenden Schulen wurde diese durch die Finanzierung des Landes fester Bestandteil der schulischen Arbeit. Wir halten eine fest verankerte Finanzierung der Schulsozialarbeit  an den Berufsschulen für notwendig. Unterstützen Sie diese Forderung? 
  7. An beruflichen Gymnasien  werden zahlreiche Jugendliche  trotz gefordertem und erbrachtem Leistungsnachweis abgewiesen, weil nicht ausreichend Schulplätze vorhanden sind. Dieses Problem wird sich noch verschärfen, wenn die Vorgaben für eine Oberstufe an Gemeinschaftsschulen weiterhin bestehen bleibt. Welche konkreten Maßnahmen können Sie sich zur Behebung dieses Mangels vorstellen? 
  8. Das Land stellt 3 Millionen Euro für Maßnahmen zum Erhalt und Verbesserung der Gesundheit von Lehrkräften zur Verfügung. Die landesweite Erhebung „Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz von Lehrkräften“  hat unter anderem eine starke Beanspruchung und  Belastung der Stimme ergeben. Dies hängt eng mit der Akustik in den Schulräumen zusammen und im Sinne einer Gesundheitsprävention sind schallabsorbierende Maßnahmen in Schulräumen  vorzunehmen.  Werden Sie  sich für die Einhaltung der Schulbaurichtlinien entsprechend den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen einsetzen und diese Umsetzung auch kontrollieren? 
  9. Das Gymnasium ist in Baden-Württemberg eine der zwei Säulen im Schulsystem. Für die Weiterentwicklung des Gymnasiums wurde das Gymnasium 2020 entwickelt. Welche Veränderungen halten Sie für das Gymnasium für unabdingbar? 
  10. Die Übergangszahlen an die Werkrealschule und Hauptschulen sind in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Bis zum kommenden Schuljahr werden jedoch weiterhin Grund- und Hauptschullehrkräfte ausgebildet und eingestellt.  Haupt-/Werkrealschullehrkräfte brauchen  eine berufliche Perspektive und eine Anpassung der Besoldung für die weiteren Schularten.  Für welche Veränderungen werden Sie sich einsetzen? 
  11. Lehrkräfte die ihren Dienst in Baden-Württemberg aufnehmen, haben eine Absenkung ihrer Besoldung von 4 %  bis zu der Besoldungsgruppe A11 und 8 % ab der Besoldungsgruppe A12 für die ersten 3 Berufsjahre. Unterstützen Sie unsere Forderung der sofortigen Abschaffung dieser Absenkung?
  12. Der letzte Tarifabschluss der Länder wirkt sich für wenig Tarifbeschäftigte positiv aus. Der größte Teil der Tarifbeschäftigten würde bei einer Antragstellung sich schlechter stellen.  Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben es jedoch verdient, mehr und nicht weniger Gehalt zu beziehen. Mit welchen Maßnahmen möchten Sie dieser Verschlechterung wieder entgegenwirken? 
  13. Für viele Flüchtlinge aus allen Ländern der Welt ist Baden-Württemberg ein neues Zuhause. Voraussetzung für eine gelungene Integration ist die deutsche Sprache. Lehrkräfte in den Kursen für erwachsene Flüchtlinge sind häufig prekär Beschäftigte mit befristeten Verträgen und auf Honorarbasis.  Wir halten es für dringend erforderlich, dass diese Lehrtätigkeit ein  ordentliches Beschäftigungsverhältnis beruhen sollte. Wie setzen Sie sich hierfür ein?

Mit freundlichen Grüßen 

Annemarie Raab
Vorsitzende Kreis Stuttgart der GEW
Burenstraße 24, 70435 Stuttgart 
Tel.0711-8208935, E-Mail Annemarie.Raab@gr-z.de

 

Parteien Wahlkreis I Wahlkreis ll Wahlkreis ll Wahlkreis lV

Bündnis 90/
Die Grünen

Muhterem Aras
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Franz Untersteller
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CDU

Donate Kluxen-Pyta
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Reinhard Löffler 

Roland Schmid
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Die Linke

Hannes Rockenbauch 

Johanna Tiarks
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 Reiner Hofmann
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Bernd Riexinger
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FDP

Michael Conz
die Antwort wurde als gemeinsame
Antwort aller Kandidat*Innen gesendet 

Gabriele Reich-Gutjahr 

Gabriele Heise 

Jan Havlik 

ödp

Ulrich Neuer 

Gerhart Scheerer
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Dieter Zielke 

Iris Baur
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SPD

Stefanie Brum 

Ergun Can
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Marion von Wartenberg
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Rolf Gassmann
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