GEW Baden-Württemberg
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Tarif- und Besoldungsrunde der Länder 2019

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes gehen mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro, in die Tarifrunde 2019. Die GEW verlangt auch eine bessere tarifliche Eingruppierung angestellter Lehrkräfte.

Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich, das fordert die GEW gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für die anstehende Länder-Tarifrunde. Die Laufzeit der Entgelttabellen soll zwölf Monate betragen. Außerdem verlangt die GEW Verbesserungen bei der Eingruppierung angestellter Lehrkräfte und für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.

GEW-Vorstandsmitglied Daniel Merbitz erläuterte, dass wegen der steigenden Lebenshaltungskosten eine kräftige Lohnerhöhung nötig sei: „Gute Arbeit muss auch gut bezahlt werden. Das muss auch den öffentlichen Arbeitgebern klar sein. Denn schon jetzt spüren sie den Fachkräftemangel im gesamten Bildungsbereich.“

Für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte erwartet die GEW, dass endlich die „Paralleltabelle“ kommt, mit der die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 12 den nummerisch gleichen Besoldungsgruppen A 9 bis A 12 zugeordnet werden. „Das ist längst überfällig“, betonte Merbitz. Es dürfe auch nicht länger hingenommen werden, dass Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder schlechter bezahlt werden als die Kolleginnen und Kollegen bei den Kommunen. „Die 2017 vereinbarten Zulagen reichen nicht aus. Es geht um gleiche Bezahlung“, erklärte der Tarifexperte.

Die Verhandlungen beginnen am 21. Januar 2019. Jetzt ist es besonders wichtig, dass sich alle Mitglieder im Geltungsbereich des Tarifvertrages der Länder (TV-L) mit den Kolleginnen und Kollegen zusammentun, um sich auf Aktionen vorzubereiten. Nur wenn die Arbeitgeber spüren, dass die Mitglieder hinter den Forderungen ihrer Gewerkschaft stehen, werden wir gemeinsam erfolgreich sein!

Die GEW Baden-Württemberg veranstaltet am 19. Januar im DGB Haus Karlsruhe eine tarifpolitische Konferenz zur Vorbereitung der heißen Phase der Tarifrunde.

Wie es jetzt weitergeht

Bei der Tarifrunde 2019 für den öffentlichen Dienst der Länder geht es um die allgemeine Lohnerhöhung für rund eine Million Beschäftigte. Dazu zählen bei der GEW vor allem die angestellten Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen in Deutschland. Aber auch die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie an den Hochschulen kämpfen um mehr Lohn. 

Am 21. Januar 2019 findet der Verhandlungsauftakt statt. Für den 6. und 7. Februar sowie den 28. Februar und 1. März 2019 sind weitere Verhandlungsrunden geplant. Sicher wird es begleitend zu den Tarifverhandlungen Protestaktionen der Gewerkschaften geben. Ob es auch zu Streiks kommt, hängt vom Verhandlungsverlauf ab.

Es ist wichtig, dass die Beamtinnen und Beamten die Tarifbeschäftigten unterstützen. Die Tarifrunde ist auch entscheidend für die Anhebung der Besoldung. Die GEW erwartet, dass das Tarifergebnis von der Landesregierung auf die Beamtenbesoldung zeit- und wirkungsgleich übertragen wird.

Aktuelles

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