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Hexenwahn 1484 - Frauen auf dem Scheiterhaufen

für alle

Ende des 15. Jahrhunderts war der Bodenseeraum eines der Zentren von Hexenwahn und Hexenverfolgung in Europa. Mindestens 48 Frauen wurden als Hexen bei lebendigem Leib verbrannt. Dies war die erste große systematische Verfolgung von Frauen als Hexen im christlichen Abendland.

Der Stadt Ravensburg kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu: Der päpstliche Inquisitor Institoris führte persönlich die Hexenprozesse in der Reichsstadt durch. Die Ausstellung widmet sich diesem dunklen Kapitel der Geschichte und setzt sich mit der spätmittelalterlichen Vorstellung von Magie und dem Hexenbegriff der Zeit auseinander. Der Besucher wird anhand der Ravensburger Verfolgung mit einem Inquisitionsprozess und den Tätern, ihrer Psyche und ihren Motiven, konfrontiert. Doch gibt die Ausstellung auch den Opfern ein Gesicht und zeigt die Folgen für die Menschen auf, damals wie heute. Denn die Thematik ist nach wie vor aktuell: Noch immer werden in Afrika und Südamerika Frauen und Kinder als Hexen verfolgt und hingerichtet.

Termin
29.09.2017, 17:00 - 18:30 Uhr
Veranstaltungsort


Ravensburg
Teilnahmebeitrag
für GEW-Mitglieder kostenlos; Nichtmitglieder zahlen anteilig für die Führung
Anmeldeschluss
14.09.2017
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Referent_in
Kerstin Müller
GEW-Kreis Ravensburg/Bodenseekreis