GEW Baden-Württemberg
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Muslimfeindlichkeit

Einfallstor für Rechtspopulisten und Rechtsextreme

Referent: Diplom-Sozialwissenschaftler (Uni Duisburg) Alexander Häusler.

Muslimfeindlichkeit ist - ist im Unterschied zu legitimer Kritik an Glaubensvorstellungen - eine Einstellung, die sich von „vornherein auf die betroffenen Menschen“ und nur indirekt auf Religionsfragen richtet. Unter dem Deckmantel von „Islamkritik“ werden dabei die gläubigen Individuen mittels generalisierter Negativzuschreibung – zum Beispiel, Muslime seien per se integrationsunfähig sowie unfähig zur Demokratie – pauschal abgewertet und ausgeschlossen. In der Gleichung „Muslim = Ausländer+Islamist+Kulturzerstörer+Eroberer“ überschneiden sich muslimfeindliche und rassistische Zuschreibungen. Muslimen werden pauschal negative Wesensmerkmale zugeschrieben (frauenfeindlich, unehrlich, machtbesessen, unzivilisiert etc.) und ihnen expansive Absichten unterstellt („demografische/kulturelle Landnahme“). Mit muslimfeindlichen Kampagnen gewinnen Rechtsextremisten und Rechtspopulisten in Europa an Einfluss. Auch in Deutschland nutzen sie das Thema Muslimfeindlichkeit, um in die gesellschaftliche Mitte vorzudringen.

Alexander Häusler, der Referent des Abends, ist Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/ Neonazismus der FH Düsseldorf. Er forscht und publiziert schwerpunktmäßig zu Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und wird zu diesen Themen regelmäßig von verschiedenen Medien (z.B. ARD, ZDF) als Experte herangezogen.

Die GEW- Veranstaltung ist auch für Nichtmitglieder geöffnet. Eintritt wird nicht erhoben.

Anmeldung bei Martin Lempp tinuslempp(at)web(dot)de unbedingt notwendig

Termin
02.11.2020, 19:30 - 21:30 Uhr
Veranstaltungsort
Sultan Ahmet Moschee Kirchheim
Lohmühlgasse 16
73230 Kirchheim
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