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Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen

für Schulleitungen, Beratungslehrkräfte, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit im Tandem oder Team

Schule als Ort der Hilfe und Intervention

Eine Schülerin der 8. Klasse vertraut sich kurz vor den Ferien der Lehrkraft an und erzählt, dass sie sexuelle Übergriffe durch eine Familienangehörige erlebt.

In der Klasse 6a sind sexuelle Beleidigungen üblich und nun hat auch noch ein Junge eine Mitschülerin körperlich belästigt.

Eine Schülerin der 7. Klasse ist sehr in sich gekehrt, die Lehrerin fragt sich, was wohl mit ihr los ist.

Ein Schüler der 4. Klasse berichtet der Schulsozialarbeiterin, dass sein Freund vom gemeinsamen Fußballtrainer an einer intimen Körperstelle angefasst wurde.

Eine Schülerin der 10. Klasse hat ihrem Freund ein Nacktfoto geschickt und nun kursiert es an der Schule.

In einer 5. Klasse werden in einer Gruppe pornographische Bilder geteilt.

Das Spektrum von sexualisierter Gewalt, mit dem Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen an der Schule konfrontiert sein können, ist groß, ebenso wie die Unsicherheit wie mit solchen ähnlichen Szenarien umgegangen werden soll. Dabei hat die Schule im Kinderschutz eine wichtige Aufgabe. Sie ist der Ort, an dem alle Kinder erreichbar sind und der Ort, an dem sie Erwachsene finden können, die sie ernst nehmen, ihnen glauben und die die richtigen Schritte gehen, um wieder Sicherheit herzustellen. Voraussetzung dafür ist, dass diese unterstützenden Erwachsenen mit der Thematik umgehen können und selbst über Handlungssicherheit im Kinderschutz verfügen.

Andrea Wagner bietet in einem Input einen Überblick über die schulrechtlichen Regelungen zum Kinderschutz. Der Vortrag von Petra Sartingen gibt Grundinformationen über Ausmaß sexualisierter Gewalt an und unter Kindern und Jugendlichen, beleuchtet Täter*innenstrategien und gibt Hinweise zur Gesprächsführung mit betroffenen Kindern und Jugendlichen. Claudia Kanz betrachtet das Thema sexualisierte Gewalt als eines von vielen Kinderschutzthemen, bei denen Schule die Aufgabe und Pflicht zum Handeln hat.

Termin
- Uhr
Veranstaltungsort
Volkshochschule Tübingen
Katharinenstraße 18
72072 Tübingen
Teilnahmebeitrag
kostenfreie Teilnahme und Fahrtkostenerstattung für GEW-Mitglieder; Teilnahme für Nichtmitglieder auf Anfrage und gegen eine Unkostenbeteiligung von 35 Euro möglich (Seminargebühr und Verpflegung ohne Fahrtkostenerstattung)
Anmeldeschluss
14.01.2024
Kontakt
Andrea Klebensberger
Tagungsmanagement
Telefon:  0711 21030-26
Referent_innen
Andrea Wagner
Realschullehrerin, Vorsitzende der Personengruppe Frauen in der GEW
Petra Sartingen
Diplompädagogin, Leiterin der Beratungsstelle Aufwind bei tima e.V
Claudia Kanz
Diplompädagogin, Insoweit erfahrene Fachkraft, Leitung Prävention der Fachberatungsstelle Feuervogel e.V. (Zollernalbkreis)