GEW Baden-Württemberg

A13 für Grund- und Hauptschullehrkräfte

Gerechte Bezahlung!

Auch unser Kreis beteiligt sich an den Aktionswochen. Im Aktionszeitraum waren wir an zwei Tagen mit unserem Info-Stand am Ausbildungsseminar in Margrethausen und informierten die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter über die Aktion.

Mit der Initiative "JA13 – Weil Grundschullehrerinnen es verdienen" macht die GEW in diesem Herbst wieder Druck für eine gerechtere Bezahlung von Grundschullehrkräften. Schon seit Langem kämpft die GEW gegen die mittelbare Diskriminierung von Grundschullehrerinnen. Sie werden als Beamtinnen nach Besoldungsgruppe A12 bezahlt. ­Damit verdienen sie weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen, die meist nach A13 bezahlt werden.

Grundschulen stärken!

Pressemitteilung der Kreisvorsitzenden

Am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Margrethausen informierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Zollernalbkreis die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter über die Aktionswochen „JA13“, die im Rahmen der bundesweiten GEW-Aktion „Bildung. Weiter denken!“ stattfanden.

Zahlreiche junge Lehrkräfte nahmen mit großem Interesse an der Informationsveranstaltung teil. Neben der Ungerechtigkeit in der Besoldung der Grundschullehrkräfte wurden die schlechten Arbeitsbedingungen auch an den Grundschulen im Zollernalbkreis thematisiert.

„Die niedrigere Besoldung von Grundschullehrkräften gegenüber Lehrkräften anderer Schularten ist sachlich nicht zu begründen. Sie bedeutet überdies eine Benachteiligung von Frauen, denn in den Grundschulen sind fast nur noch Lehrerinnen tätig“, erläutert die GEW-Kreisvorsitzende Martina Jenter-Zimmermann. Sie kritisiert, dass mit der absolut ungerechtfertigten geringeren Studiendauer für das Grundschullehramt die schlechtere Bezahlung legitimiert werde. Die GEW fordere daher eine Erhöhung der Regelstudienzeit auf 10 Semester. Zwei zusätzliche Semester ermöglichten das Studium eines weiteren Faches. Dies hätte zur Folge, dass weniger fachfremder Unterricht erteilt werden müsste.

„Die Bedeutung, die der Bildung in Sonntagsreden beigemessen wird, steht in krassem Widerspruch zu den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten an Schulen und zur schlechten Ausstattung hauptsächlich der Grundschulen, die nach wie vor die finanziell am schlechtesten ausgestattete Schulart ist“, so Jenter-Zimmermann. Dies sei ungerecht, vor allem im Hinblick darauf, dass inklusive Bildungsangebote hauptsächlich an Grundschulen stattfänden und zudem das Ganztagsangebot an keiner Schulart so fortgeschritten sei.

Die Grundschule sei die einzige Schulart, die keine Poolstunden zur Differenzierung und Förderung zur Verfügung habe. In keiner anderen Schulart würde die Landesregierung Pflichtunterricht wie den Englischunterricht in Klasse 1 und 2 streichen, um damit Fördermaßnahmen für einen kleinen Teil der Schülerinnen und Schüler anbieten zu können. „Die schlechte Lehrerversorgung“,  betont Jenter-Zimmermann , „von der auch die Grundschulen im Zollernalbkreis - neben den Sonderschulen (SBBZ) - in besonders hohem Maße betroffen sind, trägt massiv zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bei.“ Da vielerorts kaum der Pflichtunterricht abgedeckt werden könne, führten Ausfälle durch Krankheit und Schwangerschaft zu unzumutbarer Belastung der Kollegien und zu Unterrichtsausfall.

Link zu einem Fernsehbericht, der im RegioTV über die Aktion in Südwürttemberg erschienen ist.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Wir wollen auch ein Stück vom Kuchen!
Auf den Anfang kommt es an!