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Schulen bleiben geschlossenNotbetreuung besser unterstützen – Durchdachte Konzepte ab Februar

Die GEW begrüßt, dass Kitas und Schulen vorerst geschlossen bleiben und setzt sich jetzt für eine bessere Unterstützung der Notbetreuung, schnellere Impfung von Erzieher*innen und Lehrkräften sowie durchdachte Konzepte für das weitere Schuljahr ein.

14.01.2021 - GEW-Pressemitteilung

Sicherheit ist höchstes Ziel

„Die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen und den pädagogischen Profis in Kitas und Schulen muss immer unser höchstes Ziel sein. Alle wünschen sich, wieder in den Kitas und den Klassenzimmern sein zu dürfen. Wenn das aber aufgrund der Infektionszahlen oder aufgrund der Gefahr durch neue Virusvarianten nicht möglich ist, müssen leider Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Jetzt müssen als erstes die Erzieherinnen und Lehrkräfte in der Notbetreuung durch mehr Personal und bessere Schutzmaßnahmen wie FFP2-Masken unterstützt werden“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag (14.01.) in Freiburg.

Die GEW macht sich auch dafür stark, dass pädagogische Profis, die jetzt weiter in Kitas und in Schulen arbeiten, schneller ein Impfangebot erhalten. Dazu zählen auch die Lehrkräfte an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ).

Die Bildungsgewerkschaft wartet weiter auf klare Konzepte für die nächsten Monate. Seit letzten Sommer macht sich die GEW für bessere personelle Unterstützung der Schulen stark. „An vielen Schulen fehlen Lehrkräfte. Das benennen wir seit Juni 2020. Wenn mehr Personal da ist, könnten auch Konzepte, bei denen im Wechsel ein Teil einer Klasse zuhause arbeitet und ein Teil in der Schule lernt, besser funktionieren. Das zusätzliche Personal könnten zum Beispiel Lehramtsstudierende und Pädagogische Assistenzen sein“, sagte Stein.

Um überhaupt wieder ab Februar in Kitas und Schulen zurückkehren zu können, sollten Gruppen und Klassen geteilt werden können. „Auch dafür brauchen wir mehr Personal. Alle pädagogischen Profis sollte die notwendige Schutzausrüstung jederzeit und kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz hat FFP2-Masken für Grundschullehrkräfte angekündigt. Dies hatte bereits im Juli 2020 Kultusministerin Susanne Eisenmann der GEW mündlich zugesagt und anschließend dieses Versprechen wieder zurückgezogen. Im Dezember wurden dann zwar Masken an die Schulen geschickt, allerdings nicht an die Grundschulen und die anderen Schulen erhielten zum Teil nicht zertifizierte Masken. Zertifizierte Masken für alle Beschäftigten in Kitas und Schulen sollten nach 10 Monaten Pandemie endlich eine Selbstverständlichkeit sein“, sagte Stein.