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Drei Fragen an ... Sandra Boser, S

Sandra Boser (Bündnis 90/Die Grünen) ist seit 2011 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg (Wahlkreis Lahr). Seit Mai 2021 ist sie Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und dort u.a. für die Digitalisierung zuständig.

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Frau Boser, aus Sicht der Schulleitungen gibt es große Herausforderungen bei der Umsetzung der Digitalisierung an Schulen. Wie unterstützt die Landesregierung die Schulleitungen in Baden-Württemberg  dabei, diese Herausforderungen zu bewältigen und die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen?
In allen Handlungsfeldern der Digitalisierung - Lernen und Lehren, Qualifizierung der Lehrkräfte, schulischer Information und Kommunikation sowie Herstellung der technischen Voraussetzungen haben wir  konkrete Maßnahmen ergriffen und sehen auch Erfolge. Diese gilt es weiter voranzubringen. In Kürze werden wir allen Schulen das Tool digitale Schule zur freiwilligen Nutzung zur Verfügung stellen. Damit  können Schulen ihren digitalen Standort aus unterschiedlichen Perspektiven bestimmen und die weitere Entwicklung gezielt planen. Die Corona-Pandemie hat unfreiwillig der Digitalisierung einen Schub  verliehen.

Welche  konkreten Maßnahmen plant die Landesregierung in der kommenden Zeit, um  die Schulen in Baden-Württemberg bei der Entwicklung und Umsetzung von digitalen Strategien zu unterstützen und den größtmöglichen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler zu erzielen?

In der Pandemie hat das pädagogisch planvolle konzeptionelle Vorgehen bei der Digitalisierung teilweise zurückstecken müssen. Mit  em Innovationsprogramm digitale Schule und der Verstärkung der  Lehrkräftefortbildung unterstützen wir Schulen konkret bei der Entwicklung und Umsetzung pädagogischer Konzepte. 

Welche Ressourcen und finanziellen Mittel stellt die Landesregierung  den Schulen zur  Verfügung, um eine nachhaltige Integration digitaler Technologien in den Schulalltag zu gewährleisten? Aus Sicht der Schulleitungen ist hier der Aspekt der Betreuung und Wartung der zahlreichen Geräte eine  immer noch ungelöste Frage. 

Von Bund und Land werden bis 2024 ca. 1 Mrd. für die technische Ausstattung an Schulen geflossen sein, davon. 65 Mio. Euro für Wartung und Administration. Diese Mittel sind  noch  nicht ausgeschöpft. Darüber hinaus laufen die Gespräche zum DigitalPakt 2 und über eine angemessene finanzielle Lastenverteilung. Es ist dabei zu betonen, dass der Primärauftrag im Bereich der digitalen Ausstattung Sache der Schulträger ist. Mit der digitalen Bildungsplattform und Anwendungen und Apps stellen wir datenschutzkonforme, kostenlose Lösungen zur Verfügung, die vom Land supported  werden – damit entlasten wir ebenfalls Schulen und Schulträger.


Die Fragen stellte Roswitha Malewski

Sandra Boser (MdL), Foto: © Lena Lux