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Lehrereinstellung 2018 an Gymnasien

Eine bundesweite Studie zeigt: Die Arbeitszeit der Lehrkräfte ist zu hoch. Trotzdem wird das Land zahlreichen jungen Lehrkräften kein Einstellungsangebot machen. Die GEW findet: Es ist Zeit für Qualität – und stellt klare Forderungen.

20.06.2018

Im gymnasialen Bereich wird die Anzahl der Bewerber/innen die der offenen Stellen bei weitem übertreffen. Das Land wird vielen hochqualifizierten jungen Lehrkräften kein Angebot machen können und sie an andere Berufsfelder oder andere Bundesländer verlieren. Gleichzeitig wissen die Lehrkräfte im Dienst kaum, wie sie die anfallende Arbeit bewältigen sollen.

Es kann nicht sein, dass das Ministerium von Qualitätssteigerungen redet, die notwendigen Ressourcen jedoch verweigert und den jungen Lehrkräften kaum Chancen auf eine Einstellung bietet.

Es ist Zeit für:

  • die Senkung des Deputates!
  • die Reduktion des Klassenteilers!
  • die Aufstockung des Entlastungskontingentes!
  • die Anrechnung jeder zusätzlicher Aufgabe im Deputat!
  • die Rücknahme der Kürzungen bei der Alters- und Schwerbehindertenermäßigung!
  • die Erhöhung der Vertretungsreserve!
  • den Stopp des Befristungsunswesens!

Es ist Zeit für Qualität.

Die zentralen Forderungen der GEW sind daher jetzt auch wissenschaftlich bestätigt: Das Team von Sozialwissenschaftlern um Frank Mußmann und Thomas Hartwig von der Uni Göttingen hat nachgelegt. Nach den eindeutigen Ergebnissen der GEW Studie aus Niedersachsen, bei der die Wissenschaftler über das gesamte Schuljahr 2015/16 in einer schulartspezifischen Studie die Arbeitszeit der Lehrkräfte in den verschiedensten Kategorien akribisch erfasst und ausgewertet hatten, liegt nun eine neue, bundesweite Studie vor.

In dieser „Metastudie“ wurden 16 Studien, die zwischen 1960 und 2017 erarbeitet wurden, untersucht und die Ergebnisse zusammengetragen. Es verwundert nicht, dass alle Resultate zum selben Schluss führen: Die Arbeitszeit der Lehrkräfte ist wesentlich zu hoch!

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