GEW Baden-Württemberg
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Bericht von der Kreisversammlung

Beschäftigte brauchen bessere Arbeitsbedingungen, unser Land braucht bessere Bildung - und zwar jetzt! Wohin steuert die neue Landesregierung in der Bildungspolitik.
Unter diesem Motto stand die diesjährige Kreisversammlung am 16. November 2016 mit der Landesvorsitzenden Doro Moritz als Referentin in Waiblingen-Neustadt.

Doro Moritz nennt es unverzichtbar, die Grundschulen Baden- Württembergs mit mehr Lehrerstunden  auszustatten. Dies sei die Voraussetzung, um zum Beispiel schwächere Schüler schon frühzeitig fördern zu können, um mit den Kindergärten zu kooperieren und auch für die Inklusion. Zum Vergleich führte sie an, dass in den skandinavischen Ländern das Dreifache für frühkindliche Bildung ausgegeben wird wie in Baden- Württemberg.

Die Gemeinschaftsschulen bräuchten dringend eine bessere personelle Ausstattung, um erfolgreich arbeiten zu können. Andernfalls seien Förderung und Coaching der Schüler nicht machbar.

Trotz dieser wichtigen bildungspolitischen Aufgaben wolle das Land Baden- Württemberg aber allein 2017 insgesamt 496 Lehrerstellen streichen. Aufgrund dieser bildungspolitischen Missstände hat die GEW eine bundesweite Kampagne gestartet mit dem Titel „Bildung. Weiter denken.“ Um auch in Zukunft im europäischen Wettbewerb mithalten zu können, müsste heute in die Bildung  unserer Kinder mehr investiert werden. Oder, wie die GEW- Vorsitzende abschließend feststellte: „Wer Unterricht verbessern will, muss erst einmal dafür sorgen, dass er stattfindet.“ Diesem Schlusssatz konnten sich alle Teilnehmer der sehr gut besuchten Kreisversammlung anschließen.