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Personalratswahlen am ZSLWas verbessert und geklärt werden muss

Ralf Rückert kandidiert als Spitzenkandidat der GEW für den Bezirkspersonalrat am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung. Er findet, Veränderungen und Weiterentwicklungen müssten gemeinsam mit den Betroffenen geplant und durchgeführt werden.

10.07.2020

Ralf Rückert, Seminarschulrat und ehemaliger Grund- und Hauptschullehrer, hat langjährige Erfahrung als Fachberater und Personalrat: Von 1999 bis 2007 war er als Fachberater am Staatlichen Schulamt Rottweil für das Fach Technik verantwortlich. Seit 2003 ist er am Seminar für Aus- und Fortbildung (SAF) der Lehrkräfte GWHRS Rottweil tätig. Zuerst als Lehrbeauftragter in den Fächern Technik und Informatik, dann als Fachleiter und seit 2017 als Bereichsleiter für Technik und Medienbildung/Informatik. Außerdem gestaltete und begleitete er von 2003 bis 2007 die Ausbildung am Seminar und die Fortbildung am Staatlichen Schulamt Rottweil.

Seit 2015 ist Ralf Rückert örtlicher Personalrat am SAF GWHRS Rottweil, seit 2018 ist er deren Vorsitzender. Auch der Bezirkspersonalrat (BPR) ist ihm vertraut. Als Vorsitzender des örtlichen Personalrats (ÖPR) hat er mit dem BPR am Regierungspräsidium Freiburg immer wieder zu tun und kennt daher die Vorgänge und Abläufe eines Bezirkspersonalrates. Als Ersatzmitglied des neuen Hauptpersonalrates (HPR) außerschulischer Bereich (asB) hat er inzwischen auch die Arbeit des HPR asB mehrfach kennengelernt.

Jetzt kandidiert Ralf Rückert für den BPR am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL). Er will sich dafür einsetzen, dass Ausschreibungen und Bewerberverfahren für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach transparenten Eignungs- und Befähigungskriterien erfolgen. Die bisherigen zwei verschiedenen Beurteilungssysteme (mit und ohne Richtwerte) findet er ungerecht.

Wichtig ist ihm auch das geplante, aber nicht durchgeführte Interessenbekundungsverfahren zur Fachteambildung. Bisher fehlen klare Aufgabenbeschreibungen, Organisations- und Besoldungsstrukturen. Aktuell werden Personen hauptsächlich aus der Fortbildung direkt angesprochen, ob sie als fachverantwortliche Ansprechpartner*innen die regionalen Fortbildungen sowie die Ausgestaltung und Erstellung von Onlinematerial auf der ZSL-Homepage und Onlinesprechstunden durchführen könnten. Somit wird die Zielvorgabe der Qualitätsentwicklung, die Aus- und Fortbildung zusammenzuführen, wieder in zwei Stränge getrennt. Dieses gesamte Verfahren läuft ohne klare Vorgaben und Zusagen ab. So wissen die beteiligten Kolleginnen und Kollegen nicht, welche Anrechnung sie erhalten und wie die Arbeitszeitmodelle aussehen werden. Ralf Rückert möchte im BPR Verbesserungen erreichen.

Dringend geklärt muss seiner Meinung nach auch das neue Berufsbild des „Aus- und Fortbildners“. Aktuell gibt es Fachberater in A 12 im gehobenen Dienst und Fachberater A 15 im höheren Dienst. Hier muss eine Anpassung erfolgen. Aus- und Fortbildner im gehobenen Dienst müssen mindestens nach A 14 bezahlt werden und eine Funktionsstelle erhalten.

„Beratung, gute Ausbildung und Fortbildung benötigen Ressourcen und keine Kürzungen. Veränderungen und Weiterentwicklungen müssen gemeinsam mit den Betroffenen geplant und durchgeführt werden.“ (Ralf Rückert)

Auch die Besoldungsstruktur der Grundschulseminare muss an die Sekundarstufenseminare angepasst werden. Vergessen darf man auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen nicht. Sie müssen für den BPR immer anspruchsvollere Aufgabenstellungen durchführen und sind trotzdem nur in den Entgeltgruppen E 5 oder E 6 eingestuft. Hier setzt sich der GEW-Kollege Rückert für eine Verbesserung der Bezahlung und Eingruppierung ein.

Kolleginnen und Kollegen, die von den unterschiedlichen Behörden an das ZSL und an die Regionalstellen gewechselt haben, benötigen Arbeitsplätze, die den Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes entsprechend gestaltet sind. Zukünftig muss auch mobiles Arbeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle ermöglicht werden.

Ralf Rückert würde gerne dazu beitragen, eine starke Interessenvertretung der Beschäftigten im Bezirkspersonalrat am Zentrum für Schulqualität aufzubauen und zu gestalten. Er hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung und dadurch auf ein starkes Mandat.

Hier geht es zum Kandidat*innen-Prospekt (PDF) für die Personalratswahlen beim ZSL.

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