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ErwachsenenbildungFreie Lehrkräfte angemessen unterstützen

Die GEW fordert ein neues Hilfspaket für freie Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung. Das Folgeprogramm des Landes mit Corona-Hilfen für freie Lehrkräfte gelte es jetzt gut zu gestalten, findet GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

01.07.2020 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich für ein neues Hilfspaket für freie Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung stark. Die Hilfen müssen rechtssicher ausgestaltet und neben laufenden Betriebskosten auch die Lebenshaltung als notwendige Ausgabe anerkennen.

„Die baden-württembergische Sonderregelung, durch die Solo-Selbstständige in der Bildung für die nächsten drei Monate einen Betrag für diese Kosten beantragen können, gilt es jetzt auszubauen. Wir setzen uns für einen monatlichen Betrag ein, der 80 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Vorjahreseinkommens entspricht“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat zugesagt, die Überbrückungshilfe des Bundes mit einem Förderprogramm des Landes zu ergänzen. Das Bundesprogramm schließt einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten explizit aus. Baden-Württemberg schließt diese Förderlücke mit einem fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat, wie im Vorgängerprogramm. Das Ausmaß der Folgen der Pandemie führt dazu, dass die laufenden Einnahmen dieser Gruppe auf längere Sicht unter den laufenden Kosten liegen werden. Der Unterricht kann nur in kleinen Teilen wieder aufgenommen werden und die Online-Formate können den ausgefallenen Präsenzunterricht nicht zeitnah kompensieren.

„Weiterbildung wird nach den Erfahrungen in der Corona-Krise wichtiger werden. Unsere Gesellschaft muss zum Beispiel in der Lage sein, Personen schneller zu qualifizieren. Auch die Bildungsangebote für geflüchtete Menschen müssen weiter aufrechterhalten und ausgebaut werden. Für diese wichtigen Aufgaben gilt es die Lehrkräfte jetzt zu unterstützen“, sagte Moritz.

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