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Gehaltsplus und Angriff auf Betriebsrente abgewehrt

GEW: Fachkräftemangel bei Erzieher/innen bleibt

30.04.2016 - GEW-Pressemitteilung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW in Baden-Württemberg nennt das Tarifergebnis im öffentlichen Dienst einen „tragfähigen Kompromiss“.

„Die Beschäftigten in den Kitas und im gesamten öffentlichen Dienst stemmen täglich neue Herausforderungen und haben ohne einen Cent mehr bei der Integration von Geflüchteten Außergewöhnliches geleistet. Das Tarifergebnis ist ein Kompromiss, wird aber auf Dauer nicht ausreichen, um den Nachwuchsmangel in vielen Bereichen zu beheben“, sagte am Samstag (30.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Tarifergebnis:

Rückwirkend zum 1. März 2016 werden die Gehälter um 2,4 Prozent erhöht. In einem zweiten Schritt steigen die Löhne am 1. Februar 2017 noch einmal um 2,35 Prozent. Der Vertrag läuft zwei Jahre.

Für die kommunalen Beschäftigten von sieben der 15 Zusatzversorgungskassen werden die Arbeitnehmerbeiträge zum 1. Juli 2016 um 0,2 Prozent, zum 1. Juli 2017 um 0,1 Prozent und zum 1. Juli 2018 noch einmal um 0,1 Prozent angehoben. Der Vertrag läuft zehn Jahre. In diesem Zeitraum müssen die Arbeitgeber dieselbe Beitragsleistung wie die Beschäftigten erbringen.

Tarifrunde betrifft über 80.000 pädagogische Fachkräfte in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es (Stat. Landesamt, Stand 2015) 8.710 Kindertageseinrichtungen, in denen 93.123 Personen beschäftigt sind, davon knapp 79.600 als pädagogische Fachkräfte, die 406.000 Kinder betreuen und fördern. Die anderen Beschäftigten arbeiten als freigestellte Leitung, im Verwaltungsdienst und in der Hauswirtschaft. 42 Prozent der Kitas haben öffentliche Träger. Bei den Beschäftigten der freien Träger hat die Caritas mit 45 Prozent gefolgt von der Diakonie mit 32 Prozent den größten Anteil. Das Ergebnis der Tarifrunde gilt direkt zwar nur die Beschäftigten bei den Kommunen, wird in der Regel aber von den Kirchen und anderen freien Träger von Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen übernommen.

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