GEW Baden-Württemberg
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Eine starke Stimme für die BildungGEW bietet Kultusministerin Theresa Schopper konstruktive Zusammenarbeit an

Die GEW hofft, dass die neue Kultusministerin sich für mehr Personal und eine solide Fortsetzung von pädagogischen Reformen einsetzt. Landesvorsitzende Monika Stein wünscht sich eine mutige Ministerin und eine innovative Bildungspolitik.

11.05.2021 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW bietet der neuen Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) eine konstruktive Zusammenarbeit an. „Die Kitas und Schulen in Baden-Württemberg brauchen eine starke Stimme für die Bildungspolitik. Wir hoffen, dass sich Theresa Schopper im Interesse der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte für mehr Personal und eine solide Fortsetzung von pädagogischen Reformen einsetzt. Wir brauchen wieder eine innovative Bildungspolitik und eine mutige Kultusministerin, die sich in der Landesregierung durchsetzen kann. Wenn Corona hoffentlich längst von den Titelseiten verschwunden sein wird, wird es weiterhin in den nächsten Jahren den Alltag in allen Bildungseinrichtungen prägen. Defizite sind neu entstanden und manche wie im Bereich der Digitalisierung wurden in der Pandemie erst richtig sichtbar. Mit Finanzierungsvorbehalten wird es in den nächsten Jahren keine gute Bildungspolitik geben“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart. Die Bildungsgewerkschaft ist mit 50.000 Mitgliedern die größte bildungspolitische Interessenvertretung im Südwesten.

Auf die neue Kultusministerin sieht die GEW große Herausforderungen zukommen. „Die GEW wünscht Theresa Schopper Durchsetzungsfähigkeit für die Bildungspolitik innerhalb der Landesregierung und einen Führungsstil, der die Expertinnen und Experten im Kultusministerium, der Kultusverwaltung und in den Bildungseinrichtungen ernst nimmt. Es dürfen nicht weiter Entscheidungen in Stuttgart über die Köpfe der pädagogischen Profis hinweg getroffen werden“, mahnte die GEW-Landeschefin.

Die Pandemie lasse der Politik nicht viel Zeit. Die GEW erwarte, dass die neue Landesregierung jetzt schnell Weichen für die Zeit bis zu den Sommerferien und für das nächste Schuljahr stelle. „Nach über einem Jahr Corona sind Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen am Ende ihrer Kräfte. Vorschläge, wie Lernlücken und soziale Corona-Folgen aufgefangen werden können, fruchten nur, wenn Ressourcen vorhanden sind. Seit Monaten liegt der Vorschlag bei Grünen und CDU auf dem Tisch, als ersten Schritt durch Lehramtsstudierende und Pädagogische Assistenzen für Entlastung zu sorgen und alle Leitungen von ihren Unterrichtsverpflichtungen zu befreien. Auch Kitas brauchen mehr Personal. Die Kultusministerin ist unter anderem Chefin von 130.000 Lehrerinnen und Lehrern im Land. Qualität in der Bildung und gute Arbeitsbedingungen sind zwei Seiten einer Medaille. Sie steht vor der Aufgabe, Reformen erfolgreich zu gestalten und für gute und verlässliche Arbeitsbedingungen in den Klassenzimmern zu sorgen. Das wird nur gelingen, wenn das Motto in Zukunft lautet: Qualität statt Kürzungen. Geld für Bildung ist gut angelegt“, sagte Stein.