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Gebührenfreie KitasGEW unterstützt SPD-Volksbegehren

Die SPD hat ein Volksbegehren für gebührenfreie Kitas gestartet. Die GEW unterstützt das Vorhaben. Das Land habe genug Steuereinnahmen, um sowohl die Gebühren abzuschaffen als auch die Qualität zu verbessern, so Landesvorsitzende Doro Moritz.

07.01.2019 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt das SPD-Volksbegehren für gebührenfreie Kitas und wird ihre 50.000 Mitglieder aufrufen, die Initiative zu unterstützen.

„Bildung muss gebührenfrei sein, egal ob in der Krippe oder an der Hochschule. Wichtig ist, dass gebührenfreie Kitas nicht auf Kosten der Qualität und auf dem Rücken der Beschäftigten eingeführt werden. Baden-Württemberg hat genug Steuereinnahmen, um sowohl die Gebühren abzuschaffen als auch die Qualität zu verbessern“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für eine bessere Bezahlung, eine bessere Fachkraft-Kind-Relation und eine verbindliche Leitungszeit für alle Kita-Leitungen ein. Ganz oben auf die Liste der Maßnahmen setzt die Bildungsgewerkschaft die Gewinnung von Fachkräften. Nach Ansicht der GEW sollten dabei nicht nur die Ausbildungskapazitäten für die Praxisintegrierte Ausbildung erhöht werden, sondern auch mehr Studienplätze in der Frühpädagogik angeboten werden.

Für die Qualitätsentwicklung in Krippen und Kitas setzt sich die GEW für eine verbindliche Leitungszeit von 25 Prozent Leitungsfreistellung pro Kita-Gruppe ein. Für die Bemessung der Leitungszeit gibt es keine landesweiten Standards, 20 Prozent der Kita-Leitungen in Baden-Württemberg bekommen überhaupt keine zusätzlichen Stunden. Damit liegt der Südwesten im bundesweiten Vergleich auf dem 13. Platz.

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