GEW Baden-Württemberg
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Grün-Schwarz will bildungspolitische Reformen fortsetzen

GEW: Gute Signale für Gemeinschafts- und Realschulen

17.04.2016 - GEW-Pressemitteilung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW wertet die ersten Ergebnisse aus den Koalitionsverhandlungen als „gute Signale für die Bildungspolitik von Grün-Schwarz“.

„Es ist gut, dass CDU und Grüne aufeinander zugegangen sind und den Gemeinschaftsschulen mit ihrem pädagogischen Konzept eine Zukunft in unserer Schullandschaft geben wollen. Wenn im ländlichen Raum ganze Regionen ohne weiterführendes Schulangebot bleiben, muss genau so auf rückläufige Schülerzahlen und die Entscheidung der Eltern gegen die Hauptschule reagiert werden. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie viele Gemeinderäte und Bürgermeister wollen die Gemeinschaftsschulen mit ihrem pädagogischen Konzept. Auch die weitere Unterstützung für die Realschulen ist wichtig. Diese Reform hatte bereits Kultusminister Andreas Stoch auf den Weg gebracht, nachdem bis 2011 die Realschulen zum Beispiel keine einzige Poolstunde für Ergänzungs- und Förderangebote erhalten hatten“, sagte am Sonntag (17.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

„Jede Investition in die Bildung ist eine Investition in die Zukunft dieses Landes. Grüne und CDU müssen sich dieser Verantwortung am Verhandlungstisch bewusst sein und die notwendigen Mittel für die Kitas, Schulen und Hochschulen finanzieren“, sagte Moritz. Die GEW erwartet von den Koalitionsverhandlungen, dass die überfälligen Reformen fortgesetzt und die Lern- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. „Es ist kein gutes Zeichen, wenn die möglichen Koalitionspartner andeuten, es könne auch an der Bildung gespart werden. Die Verhandlungspartner sollten sich an die fatale Fehlentscheidung von Grün-Rot zur Streichung von 11.600 Lehrerstellen erinnern. Es hat sich gezeigt, dass solide Bildungspolitik so nicht geht. Die notwendigen Bildungsreformen sind erst am Anfang. Die CDU hat in der endenden Wahlperiode zu Recht mehr Unterstützung für die Schulen gefordert. Das geht nicht zum Nulltarif, eine Streichung von Lehrerstellen wird bis 2021 nicht möglich sein“, sagte Moritz.

Die im März wiedergewählte Landesvorsitzende nennt als Beispiele für noch nicht gegen-finanzierte Projekte die Finanzierung der bereits zugesagten Aufstiegsmöglichkeiten für etwa 10.000 Hauptschullehrkräfte und die Einführung des Faches Ethik ab Klasse 1, die Unterstützung der Lehrkräfte für die Umsetzung der laufenden Reformen wie den Bildungsplan und das Konzept der Realschulen und Gemeinschaftsschulen sowie den weiteren Ausbau von Inklusion und Ganztagsschulen.

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