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Bund stellt 200 Millionen Euro für Luftfilter bereitLandesregierung verschläft dringende Corona-Schutzmaßnahmen

Offenbar haben die Länder die Bundesmittel für Luftreiniger an Schulen und Kitas noch nicht abgerufen. Die GEW erwartet, dass das Land sofort das Geld abruft und an die Schulträger verteilt. Die Mittel stehen bereits seit zwei Monaten bereit.

22.09.2021 - GEW-Pressemitteilung

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet, dass die Landesregierung sofort die Bundesmittel für Luftreiniger abruft und die Gelder an die Schulträger verteilt.

„Die Lehrkräfte sagen auch nicht, wir beginnen zwei Monate später mit dem Unterricht, weil es weiter viel zu unsicher in den Klassenzimmern ist. Warum sind die Bundesmittel für Luftreiniger nicht gleich am ersten Tag abgerufen worden? Seit einem Jahr setzen wir uns für Luftreinigungsgeräte ein. Wenn die pädagogischen Profis in den Klassenzimmern sich so viel Zeit für ihre Entscheidungen lassen würden, gäbe es am Ende des Schuljahres keine Zeugnisse“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Die Bundesländer haben offenbar bisher noch kein Geld vom Bund für mobile Luftreiniger in Schulen und Kitas angefordert, obwohl die Mittel bereits seit rund zwei Monaten bereitstehen. Das geht laut einem SWR-Bericht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor. Laut Beschluss der Bundesregierung sollen die Länder bei der Beschaffung der Geräte mit bis zu 200 Millionen Euro unterstützt werden.

Für die Landesregierung und Schulträger hatte die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft bereits in den Sommerferien Hausaufgaben erteilt. Dazu gehören mehr Luftreinigungsgeräte, PCR-Tests als Standard, mobile freiwillige Impfangebote der Schulträger an weiterführenden und Beruflichen Schulen und eine Entlastung der Schulleitungen bereits in diesem Herbst.