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Studiengebühren – Idee aus der Mottenkiste

GEW: Qualität der Lehre lässt sich wirkungsvoller verbessen

12.09.2016 - GEW-Pressemitteilung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW nennt die Forderung der Arbeitgeber nach Einführung von Studiengebühren „absurd“. „Für uns ist Bildung ein Grundrecht und muss deshalb kostenfrei bleiben. Wir wollen keine neuen Studiengebühren durch die Hintertür. Studiengebühren grenzen aus, wirken unsozial und sind besonders für Menschen mit schmalem Geldbeutel abschreckend. Es wäre auch angesichts des Fachkräftemangels absurd, zu dieser Methode aus der Mottenkiste zu greifen“, sagte am Montag (12.09.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Im grün-schwarzen Koalitionsvertrag haben sich Grüne und CDU gegen die Einführung der Studiengebühren ausgesprochen. Die GEW macht sich dafür stark, dass die Landesregierung ihr Wahlversprechen hält und sich nicht dem Druck der Arbeitgeber beugt, Studiengebühren im Land wiedereinzuführen.

Eine Verbesserung der Qualität der Lehre sei durch Studiengebühren nicht zu erwarten. „Wir brauchen einen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen und mehr Dauerstellen für Daueraufgaben und bessere Lehre“, sagte Moritz.

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